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Das Leistungsniveau ist hoch beim 46. Hamelner Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“

„Lampenfieber ist unbedingt notwendig“

Von Ernst August Wolf

veröffentlicht am 08.02.2009 um 20:04 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 12:21 Uhr

Flötenspiel zeigte Jana Sievert.
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Hameln. Leise trommelt der Regen aufs Dach über Raum 202 der Jugendmusikschule an der Waterloostraße. Doch das stört die 16-jährige Jana Sievert aus Kirchohsen nicht, die mit allerhöchster Konzentration der vierköpfigen Jury ihr Flötenspiel vorträgt. Das hat es in sich, denn vor allem Ryohei Hiroses zeitgenössische Komposition „Meditation“ ist eine scheinbar endlose Kette von Höchstschwierigkeiten. Am Ende ihres Vortrags signalisiert anhaltender Applaus, dass das Vorspiel ein voller Erfolg war. Doch es bleiben quälende Stunden ehe feststeht, dass Jana einen „ersten Preis mit Weiterleitung in den Landeswettbewerb“ errungen hat.

Zum 46. Mal findet in Hameln der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ statt. Mit rund 70 Teilnehmern war die Beteiligung in den sechs Altersgruppen wieder sehr hoch. „Das ist ein wahres Musikfest, der Lohn für die harte Arbeit von Schülern und Lehrern“, freut sich Jutta Lorenz vom Deutschen Tonkünstlerverband, und auch die Juroren der vier Wettbewerbskategorien „Blasinstrumente solo“, „Blockflöte solo“, „Duo Klavier und ein Streichinstrument“ sowie „Kunstlied“ loben das hohe Leistungsniveau.

An den beiden Austragungsorten des Wettbewerbs präsentieren sich an diesem Nachmittag viele junge Talente. Die Schwestern Elisabeth und Sophie Theres Heyer aus Bennigsen etwa, 12 und 10 Jahre alt. Elisabeth spielt „Klavier und ein bisschen Flöte“, ihre Schwester „Flöte und ein bisschen Klavier“. Seit Oktober haben sie sich vorbereitet, spielen sicher und selbstbewusst englische Maskentänze des Barock und Sarah Watts’ „Razzamajazz“. „Heute war ich eigentlich gar nicht nervös“, stellt Mutter Inessa fest. Für ihre Töchter Elisabeth und Sophie Theres scheint alles ganz einfach. „Auf die Finger achten, die Töne treffen und nicht zu laut und nicht zu leise“, erklären sie. Ein Erfolgsrezept offensichtlich, denn sie werden mit ersten Preisen bedacht.

Ihr Bestes geben auch die 14-jährigen AEG-Schüler Malte Glüsen und Malte Zischkale. Die Trompete hat es ihnen angetan. Der eine spielt das Instrument seit neuneinhalb Jahren, ist in der Schul-Bigband aktiv und liebt Swing-Titel. Der andere hat sich zwei Monate auf diesen Tag vorbereitet. Beide präsentieren der Jury ein Programm mit barocker Trompetenmusik, denn, so Bernd Dormann, „Jugend musiziert“ seit hauptsächlich ein Klassik-Wettbewerb.

Atemberaubender

Auftritt

Alljährlich wechseln die Kategorien. In diesem Jahr wieder dabei: die „Duowertung Kunstlied“, in der die Zuhörer in der Aula des Schiller-Gymnasiums den atemberaubenden Auftritt des Duos Maximilian Linde (Klavier) und Lavinia Florentine Dames genießen konnten. „Lampenfieber ist unbedingt notwendig“, erklärt die 16-jährige Sängerin, denn erst das gäbe „die notwendige Spannung“. Auch das Duo freute sich am Ende des anstrengenden Wettbewerbstages über den ersten Preis.

Zum Thema:

In sieben Altersgruppen – von Jahrgang 1982 bis 2002 – können sich Interessenten bewerben. Das Vorspielprogramm kann frei gewählt werden. Bewertungskriterien sind neben der Technik und Instrumentenbeherrschung die Sicherheit des Vortrags, der allgemeine Auftritt und die Interpretation der gewählten Stücke. In Hameln gab es beim Regionalwettbewerb für die 70 Teilnehmer fast ausschließlich erste Preise. Am 15. März findet um 11.15 Uhr das Preisträgerkonzert in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums statt.

Elisabeth und Sophie Theres Heyer aus Bennigsen präsentierten der Jury englische Maskentänze des Barock – und waren damit erfolgreich.

Fotos: eaw



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