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Warum die leichte Romanze „What a man“ mit Matthias Schweighöfer um Längen besser als „Keinohrhasen“ ist

Läuft da etwa die Pandafrau seines Herzens?

Wie erfrischend: Endlich mal eine deutsche Lovestory, die nicht in der Szene-Metropole Berlin spielt! „What a man“ setzt lieber auf die Finanzhauptstadt Frankfurt. Eiserner Steg statt East-Side-Gallery. Bleistiftturm statt Brandenburger Tor. Lauschige Plätze, hübsche Altbauten und eine imposante Skyline als Kulisse gibt’s schließlich auch am Main. Zudem zündet hier die Handlung viel besser.

veröffentlicht am 26.08.2011 um 13:46 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 10:21 Uhr

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Autor:

Julia Marre
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Warum? Weil Alex (Matthias Schweighöfer) ohnehin kein Smoothie schlürfender Großstädter ist, der nur in Szeneläden seine Szenefreunde zu Szene-Events trifft. So weit, so sympathisch. Alex ist Grundschullehrer. Genauer gesagt: ein Smart fahrender Angsthase. Das Pony unter den Hengsten. Als ihn seine zickige Freundin Caro (Mavie Hörbiger) verlässt, bleibt ihm keine Peinlichkeit erspart. Auf der Suche nach der verlorenen Männlichkeit lässt sich Alex Klebetattoos auf den Arm pressen. Im Boxring schlägt er eine Frau K.o. Beim Holzfäller-Kurs trifft er auf Freaks in langen Unterhosen. Und sein herzensguter, aber prolliger Freund Okke (Elyas M’Barek) verkleidet ihn zur Flirtschule als Gangsterrapper.

Doch zum Glück kümmert sich nicht nur Okke um den konfliktscheuen Alex. Sondern auch seine Sandkastenfreundin Nele (Sibel Kekilli). Die weiß, wo es langgeht. So geht’s auch bald mit Trottel Alex aufwärts. Und die Beiden kommen sich näher.

„What a man“ ist die erste Regiearbeit von Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer („Keinohrhasen“ und „Soloalbum“). Der Film basiert außerdem auf seinem Drehbuch. Nun wissen wir von Til Schweigers vermeintlichen Multitalent-Produktionen – jenen weichgekochten und stereotyp angelegten Schnulzen –, dass das nicht immer Bombenqualität garantiert. Aber dieser Film ist zum Glück besser als „Keinohrhasen“ und „Zweiohrküken“ und „Kokowääh“ zusammen. Weil er nicht Schwarz-Weiß zeichnet, sondern darüber hinaus die Zwischentöne trifft. Einfühlsam wird von der Freundschaft zwischen Nele und Alex erzählt – mit liebevollen Gesten und in Dialogen, die zu den besseren in deutschen Komödien zählen.

Natürlich ist von Anfang an klar, wer sich hier kriegen wird. Natürlich begünstigen die knuffigen Grundschüler die Niedlichkeit der Romanze. Und natürlich kann nicht jeder Gag so zünden wie der, als Alex der vollbusigen Laura beim Lachen ein Stück Brownie ins Dekolleté spuckt. Das muss er auch gar nicht. Denn die leichte Unterhaltungspackung stimmt einfach.

„What a man“ läuft im Maxx-Kino Hameln täglich um 14.45, 17.10 und 19.30 Uhr, heute auch in der Spätvorstellung um 22 Uhr.

„Nele, bist du‘s?“ Alex (Matthias Schweighöfer) folgt der Fährte des Pandas auf der Suche nach seiner Freundin (Sibel Kekilli).



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