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Friedhelm Kändler hat einen Roman geschrieben

Kuriositätensammlung zwischen Dada und Wowo

Hannover. Aushilfsbriefträger Pierre de Mon erlebt ein Abenteuer. Er bekommt es mit Missis Jö zu tun, einer mysteriösen Dame. Darüber hinaus tauchen in dem Roman von Friedhelm Kändler, der bereits mehrfach in Hameln zu Gast war, noch allerlei andere merkwürdige Gestalten auf. Lange hat Kändler, der Wortkünstler und Verfasser vorwiegend witziger (dadaistischer oder wie er sagt: „wowoetischer“) Miniaturen, in Hannover gelebt. Einen Roman hat er hier aber nicht geschrieben. Dazu musste er erst ins „Haus Wildkind“ ziehen, ein Künstlerrefugium in dem hessischen Ort Pfungstadt.

veröffentlicht am 20.09.2013 um 13:02 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:21 Uhr

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„Die Abenteuer der Missis Jö“ beginnt wie ein klassischer Roman, entpuppt sich aber als etwas anderes: ein Traum, eine Kuriositätensammlung. Eine Merkwürdigkeit reiht sich an die nächste; irgendwann wird es auch egal, was eigentlich geschieht. Das Buch ähnelt einem Traum, bei dem alles Unmögliche einfach so geschehen kann. Zwischen Wichtigem und Unwichtigem vermag man kaum zu unterscheiden. Diese Beliebigkeit macht die Lektüre durchaus mühselig.

Am Ende, auf Seite 153, steht aber ein sehr schöner Satz: „Verstehen bedeutet nicht, dass wir klug sind.“ Das heißt im Umkehrschluss wohl auch, dass Nichtverstehen kein Ausweis von Dummheit sein kann. Und dann ist ja alles gut.

Friedhelm Kändler liest heute und morgen jeweils um 20 Uhr im Kanapee an der Edenstraße in Hannover aus seinem neuen Roman. Musikalisch begleitet wird er von Alix Dudel und Ellen Kienhorst. „Die Abenteuer der Missis Jö“ ist erschienen in der Edition Tiamat, 160 Seiten, 14 Euro.

Von Ronald Meyer-Arlt



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