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Brücke zwischen Kulturen – Paphos auf Zypern feiert sich als Kulturhauptstadt

Kunstwerk unter freiem Himmel

PAPHOS. Historischer Moment für die zyprische Hafenstadt Paphos: Noch nie lag eine Kulturhauptstadt Europas so nahe an einer Schnittstelle zwischen drei Kontinenten - Europa, Asien und Afrika. Die Aufregung ist groß. Alle wollen ihr Bestes tun, damit alles klappt.

veröffentlicht am 26.01.2017 um 16:11 Uhr

Ein Wandgemälde in Paphos auf der Insel Zypern. Einst ein verschlafenes Fischerdorf mit großer Vergangenheit, hat Paphos heute den zweitgrößten internationalen Flughafen auf Zypern. foto: dpa

Autor:

Takis Tsafos
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Alles scheint bereit zu sein: Straßen sind neu asphaltiert, Wegweiser zeigen den Besuchern die Richtung, viele Gebäude wurden renoviert. Die zyprische Stadt Paphos feiert an diesem Wochenende die Eröffnung als Kulturhauptstadt Europas. Die Feierlichkeiten stehen unter dem Motto „Paphos – ein Kunstwerk“. Die Organisatoren sprechen von einer „Open-Air-Factory“. Neben der Feier auf dem zentralen Kennedy-Platz von Paphos werden in den bekanntesten Cafés der Stadt Musiker und Sänger mit ihrer Kunst die Menschen einstimmen.

An den Feierlichkeiten werden sowohl griechische als auch türkische Zyprer teilnehmen. Damit soll unterstrichen werden, dass die Menschen auf Zypern auf eine Wiedervereinigung der Insel hoffen, die seit 1974 nach schweren ethnischenUnruhen und einer Militärintervention der Türkei geteilt ist. Außerdem soll daran erinnert werden, dass Paphos an der Schnittstelle zwischen den Kulturen Europas, des Nahen Ostens und Nordafrikas liegt. Das Programm wird ein „Mosaik dieser Kulturen“ und eine „Brücke zwischen den Kulturen“ sein, erklären die Organisatoren.

Die vom Tourismus geprägte Hafenstadt ist der perfekte Ort dafür: Griechen, Perser, Araber, Kreuzritter, Osmanen und Briten, alle kamen auf die Insel als Eroberer oder Siedler und hinterließen ihre Bauten. Gräber, Burgen, Häfen und Tempel sind überall in und um Paphos zu sehen. Die Geschichte der Stadt geht bis in die Mythologie zurück: nur 15 Kilometer östlich der Stadt soll die Liebesgöttin Aphrodite aus dem Schaum des Meeres gestiegen sein und in der Nähe des Hafens soll Apostel Paulus gepredigt haben.

Die meisten Veranstaltungen werden im Freien stattfinden. Die Kulisse ist malerisch: in Paphos gibt es einen Bilderbuch-Hafen und mehrere antike Stätten aus der hellenistischen und römischen Zeit. Im Sommer will sich Paphos von seiner modernen Seite präsentieren. Eine spektakuläre Sommernachtfeier soll im Juli am Hafen steigen. Die Veranstalter wollen überraschen: „Es wird eine Open-Air-Veranstaltung der Superlative sein, das kann ich verraten“, sagt eine Mitarbeiterin des Organisationskomitees. DPA/von Takis Tsafos



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