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Friedrich Heißmeyers Assemblage zum Münsterjubiläum im Atrium

Kunstkreis-Vernissage: „Licht in die Stadt am Fluss getragen“

Hameln. Allemal etwas Besonderes: Reinhard Langes „Frühe Arbeiten auf Papier“, seit Sonntagvormittag ergänzt um Friedrich Heißmeyers Assemblage zum Münsterjubiläum im Atrium des Kunstkreises. Und das Jubiläumsmotto „Licht am Fluss“ variiert in „Licht in die Stadt am Fluss getragen“. Auch das nicht alltäglich: Superintendent Philipp Meyer mit einer berührenden Kunst-Predigt und dem Bekenntnis zu Kunst und Glaube als Geschwisterpaar mit Brückenfunktion.

veröffentlicht am 29.01.2012 um 15:57 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 18:41 Uhr

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Autor:

Richard Peter
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In seiner Einführung in die Assemblage von Heißmeyer, ging Dr. Martin Hellmold auch auf das Deutungspotenzial des Jubiläumsmottos ein, auch als „Licht des Glaubens“ und als „Erhellung der Welt“ und „Anfang des Lebens“. „Es werde Licht“ heißt es in der Genesis, Licht, das auf das Wasser fällt und als ursprüngliche Kraft das Leben entstehen lässt. Auch „Fluss des Lebens“ – alles Begriffe, die sich nach Hellmold auch mit Heißmeyers Werken in Verbindung bringen lassen.

Drei Arbeiten des Künstlers, eine davon an der Tür zum Atrium und bezeichnend „Brücke“ als Übergang zu den beiden Großplastiken „Transzendenz“ und „Pendel über Füllhorn“. Es geht um metaphorische Begriffe, um die Dynamik des Wassers, um Vergänglichkeit – und eingebunden, seit August letzten Jahres ebenfalls im Atrium, die Plastik „Der Übergang“ von Waldemar Otto.

„Transzendenz“, ein spirituelles Werk – ein Holzobjekt, das einen Herrschersitz formt, auf dessen Sitzfläche ein Reichsapfel als Stellvertreter-Insignie thront. In einem „Dialog zwischen Blau und Rot“ verbinden sich gemalte Spirallinien, wobei nicht zufällig, wie Hellmold sagt, Rot das Körperliche, die Passion Christi ausdrückt, während Blau als Farbe für das Geistige und den Himmel steht und dem Dualismus von Körper und Geist. Transzendenz als hinüberschreiten und „Überschreiten von Grenzen“.

Den musikalischen Rahmen der Vernissage gestaltete die Jugendmusikschule mit Vivaldis Aria aus „Gloria“ mit der Altistin Christiane Rau, “Vergin, tutto amor“ von Francesco Durante mit dem Bassisten Jürgen Glitsch, sowie Andrew Lloyd Webbers „I don’t know how to“ aus „Jesus Christ Superstar“ mit der Sopranistin Sarah Häckel – alle am Klavier begleitet von Gesa Rottler.



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