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Hübsch inszenierter Kinderbuchklassiker: „Das kleine Gespenst“

Kuck mal, wer da fliegt

Otfried Preußlers „Das kleine Gespenst“ dürfte so manchen kleinen und großen Leser in der Kindheit erfreut und unterhalten haben. Durch die liebevollen Illustrationen von Franz Josef Tripp hatte man immer eine Vorstellung davon, wie das Gespenst aussah. Zu den schönen Ideen der ersten Realfilmverfilmung des Kinderbuchklassikers zählt, dass sie dieser visuellen Vorgabe treu bleibt.

veröffentlicht am 07.11.2013 um 17:53 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

Michael Ranze
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So huscht das kleine Gespenst, digital ansprechend animiert und mit der charmant-pfiffigen Stimme von Anna Thalbach, durch die Burg Eulenstein und die dazugehörige Stadt. Sein größter Wunsch: einmal die Welt bei Tageslicht zu erleben. Denn immer nur des Nachts zu spuken und bei Sonnenaufgang einzuschlafen, kann ganz schön langweilig werden. Und dann passiert’s: Als der Uhrmachermeister Zifferle (Herbert Knaup) die Rathausturmuhr repariert, verstellt er sie versehentlich um zwölf Stunden. Plötzlich ist das kleine Gespenst tagaktiv – und pechschwarz. Und das ausgerechnet während der Feier zum 375. Jubiläum der Vertreibung des schwedischen Generals Torsten Torstenson und seiner Truppe. Karl (Jonas Holdenrieder), der zehnjährige Sohn des Apothekers, hat alle Hände voll zu tun, dem traurigen Gespenst wieder zum aufregenden Nachtleben zu verhelfen – und sich selbst vom Verdacht, eine wertvolle Taschenuhr aus dem Schloss gestohlen zu haben, reinzuwaschen.

Es geht um Mut und Vertrauen, um Toleranz und Zivilcourage, auch um das Wesen der Zeit, ganz im Sinne Otfried Preußlers, der auch an den vielen Nebenfiguren Gefallen gefunden hätte. Von den tollpatschigen Feuerwehrmännern über den weisen Uhu, vom eingebildeten Bürgermeister (Uwe Ochsenknecht) bis zum kauzigen, aber freundlichen Uhrmacher – hier passt alles wunderbar zusammen. Und beim großen Showdown im Rathausturm mit all der Mechanik und dem Getriebe, den Hebeln und Rädern, Treppen und Gängen, fühlt man sich an Martin Scorseses „Hugo Cabret“ erinnert. Nicht die schlechteste Referenz.

„Das kleine Gespenst“ ist auch im Maxx-Kino Hameln zu sehen: täglich um 14.50 und 16.50 Uhr, am Samstag und Sonntag auch um 12.55, am Sonntag ebenfalls um 11 Uhr.



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