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Krieg der Nasenvasen beim hannoverschen Tanztheaterfestival

Von Ronald Meyer-Arlt

Hannover. Tanz ist weich, organisch, fließend. Selbst wenn er mal ruppig und intensiv wird, kann er nicht hart werden, denn auf jeden Sprung, auf jedes Aufstampfen folgt stets ein Nachfedern und Ausschwingen. Tänzer zerbrechen nicht. Jedenfalls nicht ihre Körper.

veröffentlicht am 08.09.2009 um 15:33 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 21:41 Uhr

Nasenvasen
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Insofern könnte es reizvoll sein, Tanz einmal mit etwas sehr Hartem, sehr Sprödem, sehr Zerbrechlichem zu kontrastieren: zum Beispiel Keramik. Grace Ellen Barkey, Mitgründerin der renommierten Needcompany, präsentierte jetzt beim Festival Tanztheater International in der Orangerie Herrenhausen ihr „Porcelain Project“: Tanztheater in der Keramikabteilung. Und sie kontrastiert nicht nur, sie versucht auch Verbindungen herzustellen.
 Wundersame Porzellanobjekte stehen auf der hell erleuchteten Bühne. Eine Batterie von Vasen und Kerzenhaltern (alle von Lot Lemm) bildet einen Zaun an der Rampe. Links steht ein Tischchen, auf dem sich Teller und Schalen stapeln. Vorn an der Tischkante sind Scherben aufgeschichtet. Wenn an dem Tischchen gerüttelt wird, fallen sie herunter.

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