weather-image
12°

Konzert mit jeder Menge Testosteron - und mit Gospel

Wie klingt eigentlich eine A-cappella-Gruppe aus San Francisco, die sogar Lady Gaga im Repertoire hat? Und passt so ein Auftritt zum Hamelner Gospelchor Salt'n'Light, der im Vorprogramm zu sehen war? Ernst August Wolf hat sich das spannende Doppel-Konzert im Theater Hameln angesehen.

veröffentlicht am 15.11.2012 um 16:02 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 12:41 Uhr

house jacks
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Von Ernst August Wolf

Hameln. Besser hätte das Publikum auf den spektakulären Auftritt der House Jacks nicht eingestimmt werden können. Statt mit dem A-cappella-Quintett aus San Francisco fülle sich die Theaterbühne am Mittwochabend erst mit dem rot-schwarz gekleideten Gospelchor Salt’n’Light. Dessen nahezu perfekt präsentiertes „warming up“ ließ mit vier effektvoll arrangierten Titeln spätestens bei den Soli von Lena Brutschek und der umwerfend stimmstarken Miriam Risse den Funken überspringen und erntete mit „Ain’t No Mountain High Enough“ fast ekstatische Begeisterung. Von diesem Chor will man mehr hören, nicht nur im Vorprogramm.
 Das bestätigten auch die Stars des Abends. Jeder Zoll, jeder Ton, jede Geste professionell, trafen die fünf Stimmakrobaten auf – durch die Chormitglieder verstärkt – gut 300 Zuschauer. Kein Wunder, dass die Mitmach-Sequenzen gut klappten.
 „Jede Menge Testosteron“ hatte der schwarze Sänger Austin Willacy versprochen, und nicht nur Bass Antonio ließ bei „My Little Sister“ sein phänomenales Organ dröhnen. Vor allem Beat-Box-Stimmwunder John Pointer riss die Hamelner mit atemberaubenden Kehlkopfverrenkungen zu Applausstürmen hin. Alle „House Jacks“ erwiesen sich als charmante Plauderer, die eben über „Herzschmerz“ scherzten, einen Moment später ein fulminantes Wunschkonzert veranstalteten, das, gleich ob bei Elvis, Lady Gagas „Pokerface“ oder Dusty Springfields „Son of a Preacherman“ mehrfach von Applaus unterbrochen wurde. Von der Spitzenklasse der House Jacks zeugte auch das Schlagzeug-Duo von John Pointer und Nick Grand. Und als Zugabe erwärmten die Sänger mit einem lyrisch-zarten „What a Wonderful World“ die Herzen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt