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Das Ereignis könnte den Fokus der Kunstszene ins Weserbergland verlagern – Ute Fehn spricht über ihre Pläne

Kommt die Landeskunstausstellung nach Hameln?

Hameln. Nach Aurich hat sie im vergangenen Jahr rund 40 000 Besucher in vier Monaten gelockt: die Landeskunstausstellung des Berufsverbands Bildender Künstler für Niedersachsen (BBK). An sieben Standorten in der Stadt zeigten 62 niedersächsische Künstler monatelang ausgewählte Arbeiten. Angeblich ist auch Hameln im Gespräch als kommender Ausstellungsort. Ute Fehn, Geschäftsführerin des Landschaftsverbandes Hameln-Pyrmont, erläutert ihre Pläne.

veröffentlicht am 26.01.2011 um 17:55 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 04:21 Uhr

Ellen Schneider-Stötzner errichtete in Aurich ihre Upstalsboom-Pyramide. Foto: Frerichs

Autor:

Julia Marre
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Frau Fehn, was ist dran an den Gerüchten, dass die Landeskunstausstellung bald nach Hameln kommt?

Aus der Luft gegriffen sind sie nicht. Denn wir haben diesbezüglich Kontakt mit dem BBK aufgenommen. Jemand aus dem Vorstand hat kürzlich Hameln besucht, um zu schauen, ob die Stadt auch für die Ausstellung geeignet ist.

Und: Ist sie es?

Ja, sie ist geeignet. Aurich, die letzte Ausrichterstadt, ist ja ähnlich groß wie Hameln. Wir verfügen über renommierte Häuser wie den Kunstkreis, die Galerie arche und über kleine Galerien wie die Keramikgalerie Faita. Und wie in Aurich könnte man auch hier die Innenstadt und das Wasser – die Weser – einbeziehen.

Ist es nicht auch denkbar, die Leerstände in der Fußgängerzone vorübergehend in Ausstellungsorte umzufunktionieren?

Ja, daran habe ich auch schon gedacht. Besondere Kunst an besonderen Orten – das ist ein schöner Ansatz. Wir müssen natürlich sehen, welche Leerstände es dann gibt und wie wir an die Vermieter herankommen.

Welcher Zeitraum ist denn eigentlich angedacht?

Eine Ausstellung in diesem Jahr wird es wohl nicht mehr geben. Es müssen im Vorfeld noch viele Dinge geklärt und viele Gespräche geführt werden. Zum Beispiel über die exakten Standorte. Außerdem gibt es eine Menge an technischen und finanziellen Fragen. Erst wenn sie alle beantwortet sind, können wir die Pläne konkretisieren und ein Konzept erstellen.

Soll sich die Ausstellung nur auf Hameln konzentrieren?

Es ist natürlich wichtig, Kultur in den ländlichen Raum zu bekommen. Deswegen unterstützt auch das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur dieses Vorhaben. Es gab mehrere Überlegungen, auch kleinere Orte anzusteuern. Aber das wird gerade für die Besucher von außerhalb schwierig. Wichtig ist, dass die Ausstellungsorte zentral liegen und zu Fuß gut zu erreichen sind. Sie sollten sich also am besten auf die Innenstadt konzentrieren.

Inwiefern profitieren die Hamelner von solch einer Ausstellung?

Zum einen wird der Kulturtourismus angekurbelt. Aurich hat in dem Ausstellungszeitraum 40 000 Besucher verzeichnen können – der BBK allein hat landesweit schon 750 Mitglieder. Für die Menschen im Weserbergland gibt es ein Begleitprogramm, für das wir noch Ideen und engagierte Menschen brauchen. Außerdem können heimische Künstler die Ausstellung mitgestalten – auch wenn sie nicht Mitglied im BBK sind. Eine Jury entscheidet, welche eingereichten Arbeiten auch ausgestellt werden. Im Kulturnetzwerk Mäander habe ich die Ausstellungspläne bereits vorgestellt – die Resonanz war positiv.



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