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Zum 75. Geburtstag des Künstlers erschien ein umfangreicher Katalog

Koch-Retrospektive zum Jubiläum

Hameln. Wie kein anderer hat er die Medienwelt und Informationsgesellschaft zum Thema gemacht. Am Wochenende feierte Werner Koch jetzt seinen 75. Geburtstag, zu dem ein umfangreicher Katalog „Werner Koch Retrospektive 1956 – 2012“ erschien – mehr noch: ein opulenter Bildband aus dem Kerber Verlag. Eine faszinierende Werkschau, die bei aller Vielfalt immer den Menschen ins Zentrum rückt.

veröffentlicht am 10.06.2012 um 17:03 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

Richard Peter
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Eine Feier für Freunde, alte Bekannte, Sammler und viele, die den Künstler seit Jahren begleiten, seine Ausstellungen besuchen. Start auch für zehn geplante Ausstellungen in verschiedenen Städten, darunter auch im legendären Cabaret Voltaire in Zürich, das vor allem durch Therese Giehse und Erika Mann berühmt wurde, aber auch in Hildesheim und auf Schloss Corvey. Und sicher, dass Werner Koch für jeden Ort ein einzigartiges, dem Raum angepasstes Konzept findet, seine Arbeiten optimal zu präsentieren.

Auch das ein Kennzeichen des Künstlers, der seine Ausstellungen mit Akribie und großem Aufwand vorbereitet, nichts dem Zufall überlässt. Sein Hauptwerk entstand in New York, wo der eher scheue Künstler in der Masse des Times Square untertauchen konnte, anonym blieb – Menschen fotografierte, um ihre Umrisse dann malerisch festzuhalten und sie auf – ebenfalls gemalten – Zeitungsseiten sozusagen als Zeitgeschichte zu dokumentieren.

Der Mensch als Hohlkörper vor der Tagesaktualität der Medien, aber auch mit antiken Figuren, die für Geschichte stehen, konfrontiert.

Eine ebenso lockere wie schöne Feier im Hamelner Hotel Mercure mit Buffet und Reden zum 75. Geburtstag, den Katalog und die anstehenden Ausstellungen. Und Superintendent Philipp Meyer mit Saxophon und seinem schon vor längerer Zeit für Koch komponierten „Chelsea“. Und dazugekommen: „Silhouetten“, eine Hommage an Kochs Leer-Figuren vor antiken Statuen.

Und ebenfalls geehrt: Gisela Koch, die in all den Jahren ihrem Mann alles abnahm, was nicht direkt mit dem Schöpfungsprozess zu tun hatte. Eine große Leistung, die nicht nur Gerd Scheunpflug würdigte, auch Richard Peter in seiner Begrüßung, der vor allem bedauerte, dass Hameln einem ihrer wichtigsten Künstler keine eigene Ausstellung zum Jubiläum ermöglichte.



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