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Klänge der Heimat

Hameln. Klänge der Heimat: fürwahr ein verlockender Konzerttitel! Und wenn auf dem Programm beliebte Kompositionen von Janácek, Grieg und Dvorák stehen, wächst die freudige Neugier noch mehr, zumal im zusammenwachsenden Europa das Interesse an den Kulturen anderer Länder zugenommen hat.

veröffentlicht am 21.05.2009 um 13:43 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 03:41 Uhr

Konzert
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Hameln. Klänge der Heimat: fürwahr ein verlockender Konzerttitel! Und wenn auf dem Programm beliebte Kompositionen von Janácek, Grieg und Dvorák stehen, wächst die freudige Neugier noch mehr, zumal im zusammenwachsenden Europa das Interesse an den Kulturen anderer Länder zugenommen hat. Im Zentrum des Konzerts stand das Klavierkonzert von Edvard Grieg. Mit seiner Interpretation hatte sich der in Hameln lebende rumänische Pianist Eduard Stan viel vorgenommen, denn Grieg, der selbst auch als hervorragender Pianist berühmt wurde, fordert in allen drei Sätzen neben dem Sinn für Lyrisches ein beträchtliches Maß an technischem Können und Durchhaltevermögen. Stan, der dieses beides noch vor wenigen Wochen in einem Recital insbesondere mit Werken von Chopin unter Beweis stellte, fand nun in Werner Seitzer einen exzellenten und fürsorglichen Mentor und im Orchester aufmerksame Begleiter.
 Das Konzert begann und endete mit Tänzen, denn auch Janáceks Suite op. 3 ist letztlich eine vierteilige Folge von Tänzen – der dritte sogar eine Kopie des „Po¸ehany“ aus den drei Jahre zuvor entstandenen „Lachischen Tänzen“. Sowohl bei Janáceks reizvollem Werk wie auch in den abschließend gespielten Slawischen Tänzen op. 72 von Dvorák kann man sich den größeren und wärmeren Streicherklang eines großen Sinfonieorchesters zwar gut vorstellen. Aber die Beschränkung auf eine etwas kleinere Besetzung hatte auch ihren Reiz, zumal die Hildesheimer eine erstaunliche Klangfülle entwickelten, wenn Werner Seitzer sie mit lebhafter Gestik dazu anfeuerte. Man hörte es mit Genuss!

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