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Große Resonanz auf das Karfreitagskonzert in der Martin-Luther-Gemeinde

Kirchenmusik als Bollwerk gegen Krisen

Hameln. „Die Kirchenmusik hat sich gerade im protestantischen Bereich über die Jahrhunderte zum Bollwerk gegen Krisen entwickelt und wird nicht so schnell angeknabbert“, stellte Dr. Otto Ribbat fest. Er ist in der Martin-Luther-Gemeinde für das Kulturprogramm verantwortlich und sieht in der kirchenmusikalischen Arbeit „einen Schonraum, an dem sich die Menschen nicht so sehr reiben wie derzeit an anderen Dingen“. Dass die sich momentan häufenden Kirchenaustritte auf die unter dem Motto „Klangraum Kirche“ angebotenen Konzerte auswirken, kann Ribbat nicht bestätigen. In der Tat: Die Resonanz auf das alljährliche Karfreitagskonzert war riesengroß.

veröffentlicht am 05.04.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 02:41 Uhr

Gemeinsam mit dem norddeutschen Barockorchester musizierte die M

Autor:

Ernst August Wolf
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Mit dem „Stabat Mater“ sowie dem „Miserere in C-Moll“ des bereits mit 26 Jahren 1736 gestorbenen italienischen Komponisten Giovanni Battista Pergolesi hatte Gesa Rottler, die Leiterin der Martin-Luther-Kantorei, ihren Chor vor eine große Aufgabe gestellt. „Wer hier nicht konzentriert ist, der verpasst schnell viele Einsätze“, sagte die Berufsmusikerin. Doch der 32-köpfige Chor meisterte seine bisher schwerste Aufgabe glänzend. Das Zusammenwirken mit dem norddeutschen Barockorchester und den vier Solisten klappte exzellent.

„Die sind allesamt Freunde, die schon des Öfteren hier in Hameln zu hören waren“, sagte Rottler. Gerade im „Miserere in C-Moll“ wurde Pergolesis eindrucksvoller Umgang mit der menschlichen Stimme sehr greifbar. Die hannoversche Sopranistin Barbara Rotering, der Wiener Bass Bartolo Musil sowie Friedrike Rinne-Wolf (Alt) und der Tenor Niels Badenhop sangen sich in die Herzen der Konzertbesucher. Auch die junge Julia Belitz erntete für ihr Oboensolo dankbaren Applaus.

„Es sind sehr selten zu hörende Stücke“, erklärte Gesa Rottler. Teilweise habe man die sogar erst selbst editieren müssen.

Das Publikum belohnte das hervorragende, fast zweistündige Karfreitagskonzert mit lang anhaltendem Applaus, und auch am Ausgang brauchte sich Otto Ribbat über die zur Fortsetzung der Veranstaltungsreihe notwendigen „Selbsthilfekräfte“ in Form von Spenden keine Sorgen zu machen.



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