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Kinoheld Bushido: Gefangen in der Figur des bösen Buben

Von Michael Ranze

Respekt, Mann, Respekt!“ Das wichtigste Wort im Sprechschatz von Bushido, Deutschlands gefährlichstem Rapper, ist Respekt. Darum wird es in Uli Edels Film vor allem um verwandte Begriffe wie Ehre und Würde gehen, um Selbstbehauptung, um Lebenskampf. Vom Tellerwäscher zum Millionär – solche Geschichten machen sich immer gut. Wer wüsste das nicht besser als Produzent Bernd Eichinger, der eine Schwäche hat für überlebensgroße Filmfiguren, an denen der Selbsthass nagt. Siehe „Der Untergang“ oder „Der Baader-Meinhof-Komplex“. „Bushido“ – das ist japanisch und bedeutet „Der Weg des Kriegers“, und so sieht sich der Mann mit bürgerlichem Namen Anis Mohamed Ferchichi gern: als böser Bube, der sich nichts gefallen lässt und der sich mit allen anlegt. Ein erfolgsträchtig zur Schau getragener Machismo: Schon die Autobiografie ging 2008 weg wie warme Semmeln, 1,5 Millionen Menschen kauften seine CDs, nun ist aus dem Rapper sogar ein Leinwandheld geworden, natürlich jugendfrei, damit möglichst viele Kids ihr Taschengeld an den Kinokassen ausgeben. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

veröffentlicht am 03.02.2010 um 17:02 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 08:41 Uhr

Bushido


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