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Margret Faitas Galerie feiert ihr 20-jähriges Bestehen / Internationale Stars der Szene zu Gast

Keramik ist der rote Faden ihres Lebens

Hameln. Aus der hell erleuchteten Galerie im Erdgeschoss des schmalen Fachwerkhauses dringen gläserne Akkordeonklänge hinaus aufs dunkle Kopfsteinpflaster der Alten Marktstraße. Ulrike Dangendorfs fragile Sphärenklänge passen sehr gut zum Thema der Jubiläumsfeier. Denn hinter den Glasscheiben dreht sich an diesem Abend alles um zerbrechliche Keramik.

veröffentlicht am 18.11.2012 um 16:03 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 12:21 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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„Keramik, das ist der rote Faden, der mein Leben durchzieht“, gesteht die Galeristin Margret Faita. Vor 20 Jahren hat sie hier ihre kleine Galerie eingerichtet, hat ihre ganze Erfahrung, ihr Stilgefühl und ihr Engagement in die Waagschale geworfen. Mit durchschlagendem Erfolg, denn heute verkehren die Stars der internationalen Keramikszene in ihrem Haus. Warum gerade Hameln? „Es gibt nur eine Handvoll entsprechender Galerien in Deutschland, da spielt der Standort keine Rolle. Ich habe meinen Platz eben hier gefunden“, erklärt Margret Faita. Sie sei eine Besessene, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht habe, ist von ihren Gästen zu hören.

Keramik, erklärt Margret Faita, habe eine ebenso große Bandbreite wie Musik. Für sie seien vor allem Form und Formensprache entscheidend. „Wenn ein Gefäß in Kugelform perfekt ist, dann ist es zeitlos. Klare, strenge Gefäßkeramik ist mir die liebste“, verrät die Galeristin.

Aber auch an Keramikkünstler stellt sie hohe Anforderungen. Am wichtigsten sei ihr, dass ein Profil erkennbar ist. „Da müssen Ausbildung und Hintergrund stimmen, ein Thema muss gefunden sein und mit eigenen Stilmitteln weiterentwickelt werden.“

So wie bei Elke Sada, dem internationalen Shootingstar der Keramikkünstler. „Sie hat in England am Royal College of Arts studiert, ist weltweit derzeit auf dem Durchmarsch und heute hier“, freut sich Margret Faita. Sadas bunte, zerrissen wirkenden, vasenartigen Gefäße finden ebenso das rege Interesse der sich in der Galerie drängenden Gratulanten wie die reliefartigen Großkeramiken von Martin McWilliam. Die wirkten fast wie überdimensionale Zinnfiguren, spielen mit Zwei- und Dreidimensionalität, schwanken zwischen Bildhaftigkeit und Raumerlebnis. „Hmm, ein bisschen ernst, ein bisschen humorvoll“, grient der hagere Keramikkünstler, der die Laudatio auf Margret Faita und ihr Jubiläum hält. Die ist sichtlich stolz über so viel Anerkennung, und ihre Besucher dürfen sicher sein, dass sie mit gewohnter Bescheidenheit auch in den nächsten Jahren dem roten Faden ihres Lebens folgen wird.

Die Ausstellung „Von Tradition bis Farbrausch – 20 Jahre Keramik-Galerie Faita“, Alte Marktstraße 45, ist montags bis freitags von 10 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr geöffnet, samstags von 10 bis 16 Uhr.

Galeristin Margret Faita (3.v.r.) im Kreise der Künstler: Elke Sada, Jochen Rüth, Susanne Koch, Martin McWilliam, Eva Koj und Karin Bablok (v.l.n.r.). Foto: Wolf



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