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Keine Mario-Barth-Plattitüden:Richard David Precht las ohne Buch

Von Julia Marre

Hameln. Nein, die Treppe braucht er nicht. Mit einem sportlichen Sprung hechtet Richard David Precht auf die Bühne der Sumpfblume, wo er am Mittwochabend auf Einladung der Buchhandlung Matthias referiert. Er stellt den Mikrofonständer weg, ignoriert den Stuhl, verschiebt den Tisch und setzt sich schwungvoll darauf. Das obligatorische Buch, das bei einer Autorenlesung normalerweise die zweite Hauptrolle spielt, hat er nicht dabei. Was ist da los?

veröffentlicht am 07.05.2009 um 18:51 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 05:21 Uhr

Richard David Precht
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Richard David Precht, der mit „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“ seit 64 Wochen in den Bestsellerlisten präsent ist, bietet den rund 130 Zuhörern alles andere als eine 0815-Lesung. Vielmehr hält er ein gut einstündiges Referat über eines der schönsten Themen der Welt: die Liebe. Wie auch in seinem neuen Buch „Liebe – ein unordentliches Gefühl“ arrangiert der Schriftsteller und Philosoph aus schwerwiegenden Zutaten eine relativ leichte Kost – immer unterhaltsam, nie langweilig, meist sachkundig, oft lustig.



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