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Kalifornische Sonne pur in Hamelner Nacht

Von Ernst August Wolf

Hameln. Das war durch und durch professionell. Nicht nur in musikalischer Hinsicht, auch Moderation und Bühnenpräsenz der kalifornischen A-cappella-Gruppe „The House Jacks“ waren erstklassig. Im etwas mehr als halb besetzten großen Haus des Theaters endlich einmal nicht das übliche, einfallslose Begrüßungsszenario, sondern mit der Frage der US-Boys, warum hier eigentlich an allen Läden mit Ratten geworben werde, ein charmant-humorvoller Einstieg.

veröffentlicht am 28.10.2010 um 15:12 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 11:41 Uhr

kultur
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Von Ernst August Wolf

Hameln. Das war durch und durch professionell. Nicht nur in musikalischer Hinsicht, auch Moderation und Bühnenpräsenz der kalifornischen A-cappella-Gruppe „The House Jacks“ waren erstklassig. Im etwas mehr als halb besetzten großen Haus des Theaters endlich einmal nicht das übliche, einfallslose Begrüßungsszenario, sondern mit der Frage der US-Boys, warum hier eigentlich an allen Läden mit Ratten geworben werde, ein charmant-humorvoller Einstieg.
 Auch im Folgenden amüsante, unbeschwert improvisierte Zwischentexte im Dialog mit einem sich blendend unterhaltenden Publikum, vor allem aber exzellent aufeinander abgestimmte Gesangstitel, hervorragende Soli und eine verblüffend echte „Instrumentierung“.
 Herrliche, mal vor Emotion triefende, mal rhythmisch-fetzige Nummern wechselten sich ab mit fantastischen, auf Zuruf des Publikums witzig und ideenreich improvisierten Titel, bei denen Bandleader Derek Shanon als wild zuckender Mick Jagger über die Bühne tobte oder in einem Van Morrison-Song eine gestopfte Trompete absolut echt imitierte, und vor allem die zahlreich erschienenen Schüler zu Applausstürmen hinriss.
 Die „House Jacks“ verzichten auf ausgefeilte Choreografie, die in der Tat dann auch niemand vermisst, denn Ausstrahlung und Gesang reichen aus, um auch den letzten Besucher mit der Unbeschwertheit dieses Quintetts anzustecken. Kalifornischer Sonnenschein pur im dunklen Hamelner Herbst.
 Die Fünf reizten dabei die Neuerungen in der tontechnischen Ausstattung des Theaters, die an diesem Abend ihre Bewährungsprobe bestand, voll und ganz aus.
 Troy Hornes Bass ließ die Magenwände vibrieren, Austin Willacys Tenorstimme rührte. Roopak Ahujas und die kraft- und gefühlvollen Soli der anderen, sowie eine zum Heulen schöne Zugabe von Sam Cookes „Wonderful world“, wurden am Ende mit einer phänomenalen „beatboxing“-Nummer von Jake Moulton komplettiert.
 „Echt, ich wusste gar nicht, dass es so was auch im Theater gibt“, stellte eine Schülerin überrascht fest. Mit den „House Jacks“ haben die Verantwortlichen auch die ins Haus geholt, die eher selten kommen. Nicht nur die tobten am Schluss vor Begeisterung und spendierten der „Rockband ohne Instrumente“ völlig zu Recht stehende Ovationen.



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