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Furioser Jazz-Abend mit NDR Bigband und Schulband des Schiller-Gymnasiums

Junge Hamelner Talente spielen mit NDR-Bigband-Stars

HAMELN. Das gibt es in Hameln nicht alle Tage. Lange hatte auch Björn Barner, der Leiter der Bigband des Schiller-Gymnasiums, warten müssen. Dann aber ging mit dem Auftritt der NDR Bigband auch für ihn ein Traum in Erfüllung. Es war ein furioser Jazz-Abend, an dem die NDR Bigband und die Schulband des Schiller-Gymnasiums gemeinsam spielten.

veröffentlicht am 21.02.2018 um 15:20 Uhr
aktualisiert am 21.02.2018 um 16:03 Uhr

Die Bigband des Schiller-Gymnasiums ist auf allen Positionen sehr gut besetzt. Hier bei Kurt Kloses Komposition „Indifferencia“. foto: eaw
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Ernst August Wolf Reporter

„Die kommen nur alle vier Jahre auf ihrer Schultour nach Niedersachsen“, so der 42-jährige Musikpädagoge, der seit zehn Jahren die Schiller Schüler-Bigband aufgebaut hat. Was die im ersten Teil des Abends den mehr als 500 Besuchern in ihrer Schulsporthalle präsentierte, beeindruckte selbst die Profis. Kenntnisreich und charmant anmoderiert von Jazzkenner Jürgen Schoormann stellten die Nachwuchs-Jazzer ein abwechslungsreiches Programm vor. Nach der Eröffnung mit Louis Primas’ „Sing, sing, sing“ – der Titel war vom Schulleiter der beim Überfall verletzten Sekretärin gewidmet –, folgte Pablo Beltran Riuz’ „Sway“ mit der ausdrucksstarken Stimme von Sara Azizi, die ebenso wie der aus Düsseldorf angereiste ehemalige Schillerschüler Maximilian Haberer sowie Merten Spiegel einen ausgezeichneten stimmlichen Eindruck hinterließen.

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NDR-Bigband am Schiller
Quelle: eaw

Höhepunkt des Schülerkonzertes sicherlich der gemeinsame Auftritt der beiden NDR Bigbandmusiker Ingolf Burkhardt und Fiete Felsch, die zwei Titel zusammen mit dem Nachwuchs spielten.

In einem Workshop hatten die beiden Profi-Musiker die jungen Musikern der Schiller Bigband zuvor an ihren Erfahrungen teilhaben lassen. „Die sind ganz locker und wir haben viel gelernt“, fasste ein Schüler den Probennachmittag zusammen.

„Sieht aus wie eine Rattenfängerflöte, ist aber ein Sopransaxophon“, sagt Christof Lauer von der NDR Bigband. In Hameln stellte er unter anderem Sidney Bechets Klassiker „Petite Fleur“ in neuer Bearbeitung vor. foto: eaw
  • „Sieht aus wie eine Rattenfängerflöte, ist aber ein Sopransaxophon“, sagt Christof Lauer von der NDR Bigband. In Hameln stellte er unter anderem Sidney Bechets Klassiker „Petite Fleur“ in neuer Bearbeitung vor. foto: eaw

Im zweiten Teil des Abends zeigte die NDR Bigband dann, warum sie eine der besten europäischen Bigbands ist. „Selfies“, so der Titel des Konzertes unter der Leitung des norwegischen Saxophonisten, Komponisten und Bandleaders Geir Lysne, der seit Herbst 2016 die NDR Bigband führt. „Wir präsentieren zum einen Kompositionen unserer Bandmitglieder, zum anderen bekannte, aber völlig neubearbeitete Stücke“, erläuterte der Norweger.

So kam das Publikum in den Genuss rasanter Gitarren-Soli von Sandra Hempel, der einzigen Frau in der Bigband, genoss das Saxofonspiel von Frank Delle ebenso wie die Posaunenklänge, die Klaus Heidenreich und Dan Gottshall in die Sporthalle zauberten. Reich beklatscht auch ein spektakuläres Schlagzeugsolo von Marcio Doctor, und mit aufgeblasenen Wangen à la Dizzie Gillespie zeigte auch Ingolf Burkhardt mit Flügelhorn und Trompete noch einmal sein ganzes Können.

„Was für eine tolle Vernetzung der Welt der musikalischen Profis mit der Schule, besser geht’s nicht“, lobte Barner, und erntete Applaus für seine Aufforderung: „Bitte zahlen Sie deshalb ihre Rundfunkgebühren, die das alles nämlich möglich machen.“ Fazit des Abends: Die Bigband-Szene der Hamelner Schulen lebt und hat ein von Profis anerkanntes, sehr hohes Niveau.



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