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"Jedermann" im Theater zwischen Komödie und Predigt

Von Jürgen Schoormann

Hameln. Nein, dieses Stück geht heute gar nicht mehr, jedenfalls nicht mit diesem Schluss, der aller Erfahrung Hohn spricht. Die in ein künstliches Mittelalter-Deutsch gegossenen Verse, diese schlichte Moral, diese schwarz-weiß gezeichneten Figuren, das alles wäre schwer erträglich, wenn es nicht von einer so sympathischen und professionell agierenden Truppe wie dem Ensemble um Ellen Schwiers am Montagabend auf die Bretter des Theaters gebracht würde.

veröffentlicht am 24.03.2009 um 16:08 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 09:21 Uhr

Jedermann
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Es ist ein Verdienst der Regie (Ellen Schwiers und Katerina Jacob), dass „Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“, das Hugo von Hofmannthal 1911 in Zusammenarbeit mit Max Reinhardt schrieb, nicht in modernisiertem Gewand daherkam, sondern auf der Ebene der Allegorie angesiedelt blieb. Das zeigten die bunten, stilisierten Kostüme der Tischgesellschaft und die Anordnung einer zweiten Bühne auf der Bühne (Heidrun Schmelzer): Sie rückten das Geschehen in die Distanz.



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