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"Ist da jemand?" - Eva Leitolf zeigt Fotos von Orten der Hoffnung

Wie geht Europa mit all jenen Menschen um, die gerne Europäer wären, aber nicht hereingelassenwerden? Die Fotografin Eva Leitolf reist seit Jahren an die europäischen Außengrenzen, um Ein- und Ausgrenzung zu dokumentieren. Ihr Langzeitarbeit "Postcards from Europe", das dabei herausgekommen ist, zeigt nun das Sprengel Museum in Hannover.

veröffentlicht am 27.03.2013 um 16:25 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 22:21 Uhr

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Eva Leitolfs Ansatz ist kein journalistischer, sie will nicht das Leid dokumentieren. Deshalb schildert sie die Situation nicht aus der Sicht der Ankommenden. Doch unweigerlich rufen ihre Motive und die neben den Fotos liegenden Postkarten lebendige Assoziationen hervor.
Die Postkarten enthalten die nachrichtlichen Hintergründe, entnommen aus Medien, Tagebüchern oder Behördenprotokollen. Die nüchternen Formulierungen passen zu den matten Farben ihrer Bilder. Wie zu dem aus der Nähe der südungarischen Stadt Szeged. Eine verlassene Tankstelle, Unkraut wuchert aus den Betonritzen. An diesem tristen Ort werden Flüchtlinge von Schleppern versteckt. Das alles sagt das Bild nicht aus. Man spürt lediglich Unbehagen. Man misstraut dem Bild. "Das darf, nein, das soll man sogar", sagt die Künstlerin, die in Essen bei Angela Neuke studierte und bei dem US-Medientheoretiker und Künstler Allan Sekula.

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  • Trostlose Ecke: Der Palazzo Selam in Rom. Italien zählt zu den Arbeitsschwerpunkten von Eva Leitolf. Foto: Eva Leitolf
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  • Auch dieser Zughaltepunkt in Marasia, Griechenland, ist ein Ort, der von Flüchtlingsschicksalen erzählt. Foto: Eva Leitolf
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  • Eva Leitolf hat im Jahr 2011 den griechischen Fährhafen Igoumenitsa für ihre Serie "Postcards from Europe" fotografiert. Foto: Eva Leitolf
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  • Ein Ort der Hoffnung: der Strand Playa d los Lances im spanischen Tarifa, 2009 aufgenommen. Fot: Leitolf
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