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Ein TV-Duell zwischen Quoten und Zoten: Die Kinokomödie „Morning Glory“ mit Harrison Ford

„Indiana Jones“ faucht im Frühstücksfernsehen

Kaum hat die Karriere angefangen, ist sie auch schon vorbei. Becky Fuller (Rachel McAdams aus „Sherlock Holmes“), 28-jährige Produzentin einer Nachrichtensendung beim lokalen Frühstücksfernsehen, wird aus heiterem Himmel gefeuert. Ein Lover, der tröstend zur Seite stünde, ist auch nicht zur Hand. Und so bewirbt sich die hyperaktive oder besser: übernervöse junge Frau, was das Zeug hält. Bis Programm-Chef Jerry Barnes (Jeff Goldblum) sie als Produzentin für die abgehalfterte Morgenshow „Daybreak“ anheuert. Beckys erste Maßnahme: Sie verpflichtet Mike Pommeroy (Harrison Ford), eine Art Hanns Joachim Friedrichs des US-Fernsehens, als Anchorman. Doch der legendäre, krisenherderprobte Reporter ist ein arroganter Sauertopf und hat überhaupt keine Lust auf eine Zwangsversetzung zum locker-flockigen Frühstücksfernsehen mit Klatsch und Tratsch, Wetter und Mode, Sport und Kochen. Auf seine Co-Moderatorin Colleen Peck (Diane Keaton), eine ehemalige Schönheitskönigin, ist er auch nicht gut zu sprechen. Becky muss sich etwas einfallen lassen, sollen die Quoten der Show nicht in den Keller rasseln …

veröffentlicht am 12.01.2011 um 14:47 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 05:21 Uhr

Produzentin Becky (Rachel McAdams) mit ihrem Moderatorenduo: der ehemaligen Schönheitskönigin Colleen (Diane Keaton) und dem leg

Autor:

Michael Ranze
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Man stelle sich einmal vor, Peter Scholl-Latour müsste mit Inka Bause oder Britt Hagedorn zusammen eine Sendung auf die Beine stellen. Dann hat man eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie es hier zugeht. Das Gefälle zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen Aufdeckungsjournalismus und Boulevardisierung sorgt für komische, gelegentlich auch albern-überdrehte Spannung. Wer nun aber glaubt, „Morning Glory“ sei eine bitterböse, kritische Satire auf die Oberflächlichkeit des US-Fernsehens, der sieht sich getäuscht. Regisseur Roger Michell, der schon mit „Notting Hill“ ein Faible für märchenhaft-unterhaltsame Wendungen hatte, geht es nicht so sehr um eine kritische Hinterfragung von Quoten-Hörigkeit und Anti-Intellektualismus der Fernsehverantwortlichen. Vielmehr macht er sich einen Spaß daraus, die unterschiedlichen Temperamente seiner illustren Schauspieler mit pointiert geschriebenen Wortgefechten ordentlich aufeinanderprallen zu lassen. Mit dem, wie es wirklich beim Fernsehen zugeht, hat das wohl wenig zu tun. Spaß machen tut „Morning Glory“ trotzdem.

„Morning Glory“ ist ab heute im Maxx-Kino Hameln zu sehen: täglich um 14.45 und 20 Uhr, außer Sonntag und Montag auch um 17.30 Uhr und Freitag und Samstag zudem um 22.45 Uhr.



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