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Der Typ von nebenan: Mario Barth

In seiner Paartherapie tanzt die Lasagne

Hannover. Über Männer und Frauen lässt sich viel sagen. Zum Beispiel „Männer sind Schweine, Frauen aber auch!“ oder „Männer sind primitiv, aber glücklich!“ Oder: „Männer sind peinlich, Frauen manchmal auch!“ Alles schon gesagt – von Mario Barth. Deutschlands erfolgreichster Komiker füllt mit seinen Ansichten zu den Unterschieden zwischen Mann und Frau die Hallen. Mit dem dritten Teil seiner Trilogie gastiert er jetzt in der TUI-Arena. Vorgestern, gestern und heute: jeden Tag volles Haus, jeden Tag schwer begeisterte Zuschauer. 8800 Zuschauer passen in den Saal, da hat der Barth an drei Tagen eine größere Kleinstadt beglückt.

veröffentlicht am 05.11.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 16:21 Uhr

„Pass uff“: Mario Barth bespaßt in diesen Tagen mehr

Autor:

Ronald Meyer-Arlt
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Flugs wurden neue Termine nachgeschoben: Zwei Shows sind im März geplant – schon ausverkauft. Wer Barth sehen will und noch keine Karte hat, muss sich sputen. Für seine Show am 20. November 2010 gibt es noch einige Karten. Noch.

Nicht zu fassen, eigentlich. Oder doch: Marios Welt ist die Welt seiner Zuschauer. Man kennt das alles: Frauen, die zu lange reden, McRibbs, die im Magen drücken, Ampeln, die zu lange rot sind. Barth sagt, wie es ist. Am besten ist er, wenn er improvisiert. Ein Zuschauer namens Raffael dürfte sich noch lange daran erinnern. Raffael musste während der Show kurz mal raus – und Barth stiftete seine Zuschauer dazu an, den jungen Mann zu veralbern. Man spielte ihm vor, er sei so lange fortgewesen, dass der Zugabenteil schon begonnen hätte. Hier war Barth in seinem Element: witzig, verspielt, ja wahnsinnig. Sehr komisch.

Der Rest war nicht immer so. Die Witze aus dem Fäkalbereich waren eher blöd. Mario Barth bringt die Wirklichkeit nicht immer auf die Pointe, aber meist auf den Punkt. Seine Kunst ist nicht das Hervorbringen fein ziselierter Wortwitze oder zarter Andeutungen – dazu ist alles, was er macht, zu laut, zu derb, zu handfest. Seine Kunst ist das Herstellen von Nähe. Darin ist er Meister. Er ist ein guter Bekannter, ein Kumpel, manchem vielleicht ein Freund.

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