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Als Generalintendant der Elbphilharmonie hat Christoph Lieben-Seutter viele Pläne – auch außerhalb des Baus

In der Warteschleife

Hamburg. Seit 2007 ist Christoph Lieben-Seutter Generalintendant der Hamburger Elbphilharmonie und der Laeiszhalle. Zweimal schon musste der 49-Jährige geplante Eröffnungskonzerte in dem spektakulären Konzerthaus absagen, weil die Elbphilharmonie noch nicht fertig ist.

veröffentlicht am 02.09.2013 um 16:33 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

Carola Große-Wilde
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Herr Lieben-Seutter, Sie sind Generalintendant eines Konzerthauses, das erst im Frühjahr 2017 eröffnet wird. Weshalb sind Sie trotz aller Verzögerungen geblieben?

Weil es ein einmaliges Projekt ist, in einer wunderschönen Stadt. Wenn man da einmal so viel Energie und Herzblut investiert hat, dann möchte man es auch zu Ende erleben, außerdem kann man gerade in Krisensituationen viel dazulernen. Und Hamburg ist nicht der schlechteste Platz auf der Welt, um ein paar Jahre zu verbringen.

Das heißt, Sie werden auf jeden Fall bei der Eröffnung dabei sein?

Ja, klar. Mein Vertrag läuft bis 2018.

Ihr Vertrag, der bis 2015 lief, wurde also verlängert?

Mein Vertrag ist so gebaut, dass er sich um drei Jahre verlängert, wenn er nicht gekündigt wird. Insofern waren keine Verhandlungen nötig. Es war allen Beteiligten klar, dass ein Elbphilharmonie-Intendant, dessen Vertrag vor der Eröffnung ausläuft, nicht viel Sinn macht. Zudem wird die Arbeit, die wir mit den Elbphilharmonie-Konzerten machen, in der Stadt sehr gut angenommen.

Machen Sie jetzt wieder feste Konzerttermine für die Elbphilharmonie?

Noch nicht, aber bald. Wir hatten zweimal Eröffnungskonzerte geplant und mussten diese wieder absagen oder verlegen. Danach haben wir wohlweislich keine Termine mehr genannt. Jetzt werden wir langsam wieder mit den Orchestern über neue Termine sprechen.

Seit 2009 organisieren Sie Konzerte in der Laeiszhalle und an anderen Spielorten. Wie haben Sie sich motiviert?

Das war nicht schwierig, weil die Laeiszhalle ein wunderbares Haus ist, das mir richtig ans Herz gewachsen ist. Sie ist bestimmt einer der besten Konzertsäle in Europa und mit ein Grund, warum alle Künstler gerne nach Hamburg kommen, egal, ob die Elbphilharmonie fertig ist oder nicht. In Hamburg gibt es ein neugieriges Publikum, das man allerdings mit neuen Ideen noch leichter aus der Reserve holt als mit Routine. Daher finden wir jedes Jahr neue Projekte, Festivals und Konzertreihen und sammeln so auch gleich Erfahrungen für die Elbphilharmonie.

Wie wollen Sie ein neues Publikum für die Elbphilharmonie gewinnen?

Für die Elbphilharmonie mache ich mir nicht allzu viele Sorgen, weil das Gebäude allein schon neues Publikum anlockt. Das Wichtigste ist, dass die Elbphilharmonie einladend und offen für alle Publikumsschichten wird. Das ist die große Chance, die man nicht verspielen darf. Jetzt schon, trotz der Probleme auf der Baustelle, Konzerte unter dem Namen der Elbphilharmonie zu machen, ist vielleicht die größere Herausforderung. Aber es gelingt uns immer wieder, neue Pflöcke einzuschlagen. Jetzt beginnen wir unsere fünfte Spielzeit, die heute mit einem Gastspiel der Wiener Staatsoper eröffnet wird.



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