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Gruppenausstellung: Sechs Künstler zeigten am Pfingstwochenende am Roseplatz ihre so unterschiedlichen Arbeiten

Im vertrauten Rahmen: Bilder, Schmuck, Skulpturen

Hameln. Sie besitzen ihr eigenes Flair – eine unverwechselbare Atmosphäre: Galerien in privaten Räumen. Bilder und Skulpturen im vertrauten Rahmen. Sozusagen: Zu-Hause-Ambiente. Vor allem dort, wo mehrere Künstler für höchst unterschiedliche Ausdrucksformen sorgen, wie am Pfingswochenende am Roseplatz 3 in Hameln.

veröffentlicht am 01.06.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 03:21 Uhr

Im Vordergrund: „Kubus“ von Sonya Henny Schlüter  Fo

Autor:

Richard Peter
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Hingucker in jedem Fall: die Arbeiten von Sonya Henny Schlüter, Mitglied der Künstlergruppe „arche“, die mit vergleichsweise großen Bildern begonnen hatte und jetzt offensichtlich kleinere Formate bevorzugt. Meisterliche Abstraktionen, die sicheres Gespür auszeichnen. Farbkompositionen in gedeckten Tönen, aber dann überraschend frisch und geradezu provokant die Leinwand füllen – faszinierende Braun-Schattierungen – und neu: dazwischen als Liniengewirr oder einfache Struktur, kleine reale Einschübe. Zu wünschen, dass Sonya Henny Schlüter bald einmal eine Einzelausstellung in der „arche“ bekommt.

Längst etabliert, nicht nur im heimischen Raum, Dorothee Ohlendorf, deren archaische Figuren sich rundum rund präsentieren – Fruchtbarkeitsgöttinnen mit voluminösen, gebärfreudigen Becken. Venus und Lebenslust eine jede von ihnen, Schwergewichte, die dennoch zu schweben scheinen – oder wie Philemon und Baucis spielerisch aus einem Sockel wachsen.

Das pure Gegenteil: die provokant ins Auge springenden Skulpturen von Marina Kledzik-Hoyer, vier Schwimmerinnen oder „Lessur“, ein Flossenwesen mit schüchtern gekreuzten Endlosbeinen. „Frau Redlich“ und „Herr Schwätzer“ auch sie entfernte Verwandte von Giacomettis „L’homme qui marche“. Witzige Skulpturen, die fröhlich stimmen.

Dazwischen Silvia Wilke, Schmuckdesignerin und nicht weniger Künstlerin mit wunderschön gestalteten Halsschmuck mit stilisierten Lanzett-Blättern, raffinierten Ringen, einem robusten Armreif, verspielten Ohrgehängen und reizvoll: Ein Halsreif mit angedeuteter Mondsichel und Mondstein.

Fotos von Bernd Schlüter – ebenfalls lange mit der „arche“ verbandelt – wobei man sich gewünscht hätte, dass er sich stärker auf seine „Kuba“-Bilder eingelassen hätte, in denen es ihm vor allem auf Hintergründe und verfallene Mauern mit ihrem morbiden Reiz ankommt.

Last, but not least, die Hausherrin Ingeborg Bahr, die ihr Refugium für die Ausstellung hat umbauen lassen und die mit Stillleben und zarten abstrakten Farbstimmungen einen zusätzlichen Akzent setzte.



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