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„Klangsegen am Fluss“ mit hochkarätigen Künstlern

Im Strom der Musik

HAMELN. Die Stimme von Alexander Osthelder hallt durchs Münster. Flöten setzen ein. Viele Besucher schließen die Augen und geben sich beim „Klangsegen am Fluss“ ganz dem Strom der Musik hin. Das Sommerkonzert im Hamelner Münster St. Bonifatius lockte am Samstag knapp 100 Gäste anr, um bei besinnlicher Atmosphäre hochkarätigen Musikern zu lauschen.

veröffentlicht am 06.08.2017 um 16:14 Uhr

Petra Steidl und Alexander Osthelder präsentierten Ausschnitte aus Schuberts Liederzyklus.Foto: jj
Johannes Jordan

Autor

Johannes Jordan Reporter
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Seit mehr als 1000 Jahren steht das Münster an der Weser. Diese besondere Beziehung greift Organisatorin Irmgard Langhorst auf und knüpft beim diesjährigen Sommerkonzert eine Verbindung zwischen Fluss, Kirche und Franz Schubert. In diesem Sinne lud sie herausragende Künstler zum Musizieren ein, spielte aber auch selber mit ihrem Flötenkonsort Hameln. Die vierzehn Flötisten kleideten mit „The River“ und „El Sol y la Luna“ zwei traditionelle Stücke in ein modernes Gewand.

Die beiden Münchner Alexander Osthelder und Petra Steidl machten sich auf den Weg von der Isar zur Weser und präsentierten Ausschnitte aus Schuberts Liederzyklus „Die schöne Müllerin“. Erzählt wird die Geschichte eines jungen Müllergesellen, der auf der Suche nach Arbeit dem Lauf eines Baches folgt und zu einer Mühle kommt. Dort verliebt er sich in die Tochter des Müllermeisters. Doch die Liebe scheitert. Die Müllerstochter wendet sich einem Jäger zu, der Müllergeselle ertränkt sich im Bach.

Auf das tragische Ende wird beim „Klangsegen Am Fluss“ verzichtet. Im Fokus stehen die Stücke aus dem Zyklus, die von der optimistischen Beziehung des Müllers zum Strom des Baches erzählen. Die klare Tenorstimme von Osthelder wird von Petra Steidl brillant am Klavier begleitet – der geliehene Bechstein-Flügel zeigt, was in ihm steckt. Allerdings stellt sich auch heute die Akustik im Münster als echte Herausforderung heraus. Wort und Spiel leiden streckenweise unter dem extremen Hall.

Auch das Folgeprogramm steht im Zeichen Schuberts. Der in Hameln lebende Konzertpianist Eduard Stan beeindruckte unter anderem mit drei Stücken aus Schuberts „Moments Musicaux“. Eine Besucherin zeigt sich begeistert: „Er musste gegen die schwierige Kirchenakustik ankämpfen und hat trotzdem unglaublich facettenreich gespielt. Dynamik und Intonation waren ganz toll.“

Besonders stimmig auch das Bühnenbild: Mithilfe einer Installation holt Nils-Andy Tänzer die Weser selbst ins Münster. Wellen werden an eine Leinwand projiziert, die Treppe zum hohen Chor verwandelt sich in einen Flusslauf, der auf den Bechstein-Flügel zutreibt.



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