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Flying Eyes spielen Psychedelic und Stoner-Rock im Kulturzentrum Faust

Im Lavastrom

Hannover. Es ist ein weites Feld, das sich Psychedelic Rock nennt. The Flying Eyes betreten am Montag zu später Stunde die Bühne des Mephisto im Kulturzentrum Faust. Sie sind Nachfahren dieser Spezies, die Mitte der 1960er Jahre wie Pilze aus dem drogengetränkten Boden einer Musiklandschaft wuchsen, deren Vertreter vor allem dank der Beatles bereit waren, zu experimentieren. Zu den eher poppigen Gewächsen gesellten sich bis in die frühen 70er zahlreiche Ableger: die trippigen Klangfahrten Pink Floyds im Stroboskopzucken, Led Zeppelins Hardrock, die LSD-Träume der Doors oder der abgedrehte Spacerock von Hawkwind. Irgendwo dazwischen finden sich die Flying Eyes wieder, eine noch junge Band, die soeben ihr Album „Lowlands“ veröffentlicht hat. Lavaartig ergießen sich die Gitarrenströme in den Saal, brachiale Soundwände türmen sich auf, um ganz selten einmal von riff- und melodieorientierten Songs, einer Steelgitarre oder einer singenden Säge aufgebrochen zu werden. Dann scheint ein wenig Licht hinein in die düstere Welt der Flying Eyes. Die sonnigere Variante der Psychedelic-Musik bieten hingegen die Golden Animals im Vorprogramm, mit viel Hall, beschränkt auf E-Gitarre, Schlagzeug sowie die weibliche und männliche Stimme des US-Duos. Und ein wenig schimmern bei Tommy Eisners Gesang die Doors hindurch. Eine bessere Aussteuerung hätten die beiden allerdings verdient.

veröffentlicht am 03.09.2013 um 17:32 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

VON MARTIN JEDICKE
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Mehr als noch auf dem letztjährigen Orange-Blossom-Special spielen die Flying Eyes schleppenden bluesinformierten Stoner-Rock mit Will Kellys und Adam Bufanos verzerrten E-Gitarren und mitunter verfremdeter Stimme, Mac Hewitts drängelndem Bass und Elias Mays Schutzmans Schlagzeugwumms. Die Mitte Zwanzigjährigen haben in den sechs Jahren ihres Bandbestehens einen homogenen Sound entwickelt, bei dem die mehrstimmigen Gesänge, die Akustikgitarren und die Orgelfiguren, die das Klanggewitter auf CD angenehm aufheitern, fehlen. Für Acid-Köpfe vielleicht kein Problem, für Gelegenheitsfans ein wenig anstrengend.

Im Blaulicht: Sänger und Gitarrist Will Kelly. Jedicke



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