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Weshalb aus den beliebten Kinderbüchern nur ein mittelmäßiger Zeichentrickfilm geworden ist

Im Kino gerät Ritter Rost in Verwitterungsgefahr

Erziehungsberechtigte (und leidgeplagte) Mütter und Väter können ein Lied davon singen. Wahrscheinlich haben sie während so mancher Autofahrt die Songs von Ritter Rost und seinen Freunden, dem Burgfräulein Bö, dem Drachen Koks und dem Pferd Feuerstuhl, mit anhören müssen. Seit 1994 liegen den inzwischen elf Kinderbüchern von Jörg Hilbert und Felix Janosa CDs sowie Noten und Liedtexte zum Mitsingen bei, von den Hörspielen ganz zu schweigen.

veröffentlicht am 09.01.2013 um 18:14 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:41 Uhr

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Autor:

Michael Ranze
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Nun gibt es eine Kinofassung, computeranimiert und in modischem 3-D. Es geht zünftig los, mit einem rasanten Blick in die Schaltstelle der blechernen Welt, wo sich Ritter Rost (gesprochen von Rick Kavanian) für das große Ritterturnier im Schrottland rüstet. Unumstrittener Favorit: Prinz Protz (Christoph Maria Herbst), ein eitler Fatzke, der gut geölt und fein poliert auf Hightech setzt. Ritter Rost schlägt ihm trotzdem ein Schnippchen und gewinnt das Turnier. Prompt bezichtigt ihn Prinz Protz des Diebstahls. Rost verliert seine Ritterlizenz und muss die Eiserne Burg verlassen. Auch sein Schwarm, Burgfräulein Bö (Carolin Kebekus), wendet sich ab …

Im Folgenden geht es also darum, dass Rost seine Ehre wiederherstellt. Dabei eilt er, für kleine Kinder sicher zu hektisch, von Abenteuer zu Abenteuer, von Höhepunkt zu Höhepunkt. Die drei Regisseure Thomas Bodenstein, Nina Wels und Hubert Weiland haben die Stärken der Kinderbücher, nämlich den Musical-Charme und die freche Ironie der Dialoge, vernachlässigt und geben nur wenige Songs zum Besten. Das ist zunächst eine kleine Enttäuschung. Dafür entschädigen die liebevolle Animation der Figuren, die in ihrer Mischung aus Skurrilität und Detailfreudigkeit sehr viel Spaß machen, und die Gestaltung einer mechanischen Welt, in der sich das Alte und das Neue unversöhnlich gegenüberstehen. Ein bisschen schräger, musikalischer und mehr angelehnt an die Buchvorlage – und „Ritter Rost“ wäre eine runde Sache geworden.

„Ritter Rost“ ist im Maxx-Kino Hameln täglich um 14.30 und 16.45 Uhr zu sehen.

Und jetzt …: Ritter Rost will seine Ehre retten. Nur wie? Foto: Universum Film



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