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Der turbulente Fantasy-Horrorfilm „Underworld Awakening“ lässt seine Zuschauer seltsam kühl – trotz Kate Beckinsale

Im frostigen Vampirland herrscht Gefrierbrand-Gefahr

Mit seinen inzwischen vier „Underworld“-Filmen hat Produzent und Drehbuchautor Len Wiseman ein eigenes Universum geschaffen. In ihm verquickte er zwei alte Mythen des Horrorfilms, nämlich Vampir und Werwolf, miteinander und schuf so einen neuen. Gleichzeitig präsentierte Wiseman mit Kate Beckinsale eine aufregende Actionheldin, deren Ausstrahlung zwischen sensibel und knallhart changierte. Ihr hautenger, schwarzer Latex-Overall, der einer Rüstung gleicht, und das figurbetonende Leder-Korsett machten sie darüber hinaus zu einem Fetisch-Model, das als erotisch aufgeladener Blickfang allein den Kinobesuch rechtfertigte.

veröffentlicht am 31.01.2012 um 14:39 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 18:21 Uhr

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Autor:

Michael Ranze
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Während „Underworld: Aufstand der Lykaner“ (2009) die Vorgeschichte des Mythos erzählte, schließt der neue Film an den zweiten Teil der Serie „Underworld: Evolution“ an. In einer nahen Zukunft geht es nicht mehr nur um den Kampf Vampire gegen Werwölfe, sondern um den gnadenlosen Krieg, den die Menschen gegen beide Spezies führen. Dabei wurde vor zwölf Jahren Selene (Kate Beckinsale) gefangen genommen und eingefroren. Als sie endlich erwacht, findet sie sich in einem hermetisch verriegelten Labor des Biotech-Konzerns Antigen wieder. Hier versucht Dr. Jacob Lane (Stephen Rea), einen Impfstoff zu finden, mit dem sich die Infizierung zum Vampir verhindern lässt. Selene bricht aus ihrem Gefängnis aus – gemeinsam mit ihrer Tochter Eve (India Eisley), die zwischenzeitlich zur Welt kam.

„Underworld Awakening“, inszeniert vom schwedischen Regieduo Mans Marlind und Bjorn Stein, hat innerhalb der Reihe in Bezug auf Brutalität und Gnadenlosigkeit einen neuen Höhepunkt erreicht. Spätestens mit der Flucht Selenes aus dem hochbewachten Labor reiht sich eine Schießerei an die andere, lautstark und auf Dauer doch recht eintönig. Fast hat man den Eindruck, als wolle der Film seine Vorgänger in puncto Furiosität und Ruppigkeit noch übertreffen. Den Zuschauer lässt die turbulente Aufgeregtheit allerdings kalt. Ohne die schillernden Antagonisten Bill Nighy (als Viktor) und „Frost/Nixon“-Star Martin Sheen (als Lucian) macht das Tohuwabohu keinen Spaß mehr. Da helfen auch kein mutierter Werwolf von der Größe eines Godzilla und auch nicht die sparsam eingesetzten, wirkungsvollen 3D-Effekte.

„Underworld Awakening“ feiert heute um 20 Uhr Vorpremiere im Maxx-Kino Hameln. Die weiteren Termine: täglich um 18.30 und 20.30 Uhr, am Freitag und Samstag auch um 22.45 Uhr.



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