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Costa Meronianakis alias Illmatic kommt nach Hause und macht die Deutschen zu besseren Tänzern

„Ich bin Grieche und brauche das Geld“

Bad Pyrmont. Einen Namen hat sich der gebürtige Pyrmonter Costa Meronianakis zunächst als Rapper gemacht: erst auf lokaler Ebene mit dem Nation Clan, dann deutschlandweit als Illmatic. Inzwischen steht er vor allem als Comedian auf der Bühne. Heute und morgen Abend tritt er um 21 Uhr im „Plan B“ in Bad Pyrmont auf – der Eintritt ist frei. Unsere Zeitung hat sich vorab mit dem Wahl-Frankfurter unterhalten.

veröffentlicht am 27.12.2013 um 12:53 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

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Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Costa, an diesem Wochenende lautet das Motto Deines Auftritts „Costa kommt nach Hause“. Wie lautet der eigentliche Name Deines Programms?

Es gibt noch keinen Namen, weil das Programm erst zur Hälfte fertig ist, aber mein persönlicher Liebling bei den Arbeitstiteln ist: Ich bin Grieche und brauche das Geld! (lacht) Wieso, liegt auf der Hand.

Und dann trittst Du heute und morgen für umme auf?

Ich brauche das Geld nicht wirklich. Ich werde tatsächlich ganz gut für meine Kunst bezahlt.

Kannst Du Dich noch an Deinen letzten Auftritt in Bad Pyrmont erinnern?

Das war wahrscheinlich im Schloss und noch mit dem Nation Clan (seiner damaligen Rap-Crew; Anm. d. Red.). Das ist bestimmt fast 20 Jahre her. Anlass war das „Fest der Völker“ oder „der Kulturen“, lass mich nicht lügen. Mein Freund Dimi (vom Nation Clan; Anm. d. Red.) hat mir neulich das Video des Auftritts gegeben. Als ich es mir ansah, hat das natürlich viel Nostalgie geweckt.

In welcher Humor-Tradition siehst Du Dich?

Ganz klar in der des klassischen Stand Uppers: Hocker, Mikro und ich. Keine Effekte. In der Tradition von Eddie Murphys „Raw“ oder „Delirious“. Ich mag den Kontakt zum Publikum. Ich will ausbrechen können und auch mal mit den Leuten quatschen. In Deutschland mag ich Leute wie Serdar Somuncu oder Oliver Polak sehr. Mit Oliver Polak gehe ich im März auf Deutschlandtour, ich spiele in seinem Vorprogramm. Da freue ich mich wahnsinnig drauf.

Teil Deiner Show ist es, die Deutschen zu besseren Tänzern zu machen. In welchen Bereichen siehst Du noch Nachholbedarf?

Ich spiele da natürlich mit Klischees. Bei mir wird jeder verarscht, nicht nur der Deutsche. Ich fang ja bei mir selbst an. Ich verarsche aber nur Leute, die ich sehr mag. Es geht aber auch um Verständnis. Man lacht über andere Kulturen, weil man sie im gemeinsamen Miteinander wiedererkennt. Mein Programm hat viel Soul, weil ich das alles selbst erlebt habe. So ist es authentisch und mein Publikum glaubt mir. Erst wird über den schlechten Tänzer gelacht – dann über den guten, der übertreibt. Aber es gibt überall Nachholbedarf. Man lernt ja nie aus.

Hast Du ein Beispiel, wovon Du Dich für Deine Comedy inspirieren lässt?

Jede Fahrt in der Frankfurter U-Bahn ist Comedy pur. Jeder Akzent ist lustig, jeder deutsche Dialekt. Man muss nur genau zuhören und das herausfiltern, was einem selber gefällt. Nur so kann man glaubhaft die Komik darin nach außen transportieren. Beispiele gibt es zu viele. Komm’ zu der Show und Du wirst merken, wie sich auch einige Pyrmonter selbst erkennen werden!

Auf liebevolle Weise nimmst Du in Deiner Show auch mal Deine Eltern auf den Arm. Wissen sie davon?

Ja, sie wissen davon. Meine Eltern gehen sehr cool damit um. Nach dem Motto: „Verdienst Du Geld damit, wenn Du uns verarschst?“ – „Ja!“ – „Okay, dann ist gut.“ Vielleicht ist es aber auch die späte Rache dafür, dass ich auf fast jedem Bild, das von mir im Alter von drei bis sechs Jahren geschossen wurde, einen aufgemalten Schnurrbart von meinem Vater verpasst bekommen habe.

Ist das von Dir und Moses Pelham seit gefühlt 20 Jahren angekündigte Album „Illz & Mo“ eigentlich noch ernst zu nehmen oder nur noch ein Running Gag?

„Illz & Mo“-Album coming soon!

Online: Das vollständige Interview lesen Sie auf www.szlz.de und dort in dem Ressort „Lokale Kultur“.



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