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Willie Nile ragt heraus und liefert eine energiegeladene Rockshow in der Bluesgarage

Hoffentlich ist er bald kein Geheimtipp mehr

Hannover-Isernhagen. Die Magical-Mystery-(Bus-)Tour zur Blue Rose Christmas Party in Isernhagen, die Edgar Heckmann, Chef der schwäbische Plattenfirma Blue Rose, zum dritten Mal für die dortigen Fans organisierte, fällt nächstes Jahr hoffentlich nicht flach, ist die Blues Garage diesmal doch keineswegs ausverkauft. Den Abend eröffnet die kleine Supergroup US Rails mit Joseph Parsons, Tom Gillam, Ben Arnold, Scott Bricklin und Matt Muir und Rootsmusik, die in Country und Folk wurzelt, aber zum Ende mit „Rockin’ Chair“ und „Shine The Light“ die rockige Seite betont. Ergänzt durch vierstimmigen Gesang, wie man ihn bei den Eagles und The Band liebt, haben sie den Live-Test für ihre noch nicht erschienene CD bestanden.

veröffentlicht am 07.12.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 13:21 Uhr

Rockshow mit Willie Nile.

Autor:

Martin Jedicke
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Das haben auch die nach Jason Ringenbergs Solojahren wiedervereinigten Jason & The Scorchers, die zwar auch die waschechten Countryjungen geben, für die meiste Stimmung aber mit dem von ihnen mit erfundenen Cowpunk sorgen. Ringenbergs abgeschabte Schlangenlederstiefel zeugen von den wilden Tanzeinlagen, die er am Samstag so exzessiv auslebt, dass er sich auf dem Hosenboden wiederfindet und der Mikroständer wiederholt ins Publikum kippt. Keine Musik für den besinnlichen Adventskaffee, Partymucke allemal.

Die bietet auch Willie Nile, wenn er in Ermangelung eines Pianos auf Perlen wie „Streets Of New York“ verzichtet, dafür aber angefangen mit „House Of A Thousand Guitars“ bis zu einem furiosen Ramones-Medley eine energiegeladene Rockshow durchzieht, die das Highlight des Abends ist. Eingestreute Stones-Riffs, Phrasierungen à la Dylan, Liveknaller wie „Cell Phones Ringing“ und die nette Geschichte zu „The Day I Saw Bo Diddley In Washington Square“ – das sympathische Energiebündel hätte einen wunderbaren Abend beenden können. Doch Protestmails hatten Heckmann überredet, entgegen ursprünglicher Planungen das Blue Rose Rockestra an den Start zu bringen. So spielen die Künstler vom Abend unter Leitung von Tom Gillam in wechselnden Konstellationen bis in die frühen Morgenstunden zwar einige ordentliche Cover, aber als ein sichtlich angetrunkener Gast zu Lennons „Happy Xmas“ „Gesang“ beisteuert, leert sich der Saal zusehends. Schade, aber selbst schuld.



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