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Subway to Sally lassen sich bei der „Eisheiligen Nacht“ feiern

Hit auf Hit zum Geburtstag

Bielefeld. Für die „Eisheiligen Nächte“ ist den Fans kein Weg zu weit – auch nicht Ostwestfalen. Fünf Stunden Rockvielfalt stehen auf dem Programm des Winterfestivals der Band Subway to Sally. Die Mittelalter-Rocker feiern ihr 20-jähriges Bestehen. Zur Geburtstagsshow gratulieren am Freitag im gut besuchten Ringlokschuppen Fejd, Russkaja und die Apokalyptischen Reiter.

veröffentlicht am 30.12.2012 um 17:12 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

Gabriele Laube
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Die musikalische Vorspeise serviert die schwedische Band Fejd. Die langmähnigen Rocker bieten mit ihrem gleichförmigen Metal-Folk solide musikalische Hausmannskost ohne besondere Würze. Subway-to-Sally-Frontmann Eric Fish startet die mit Spannung erwartete Zeitreise zu den Anfängen der Band. In ihrem Fundus haben die Spielleute alte Röcke und einen Teddy ausgegraben. Fish lässt Fackeln kreisen, spuckt Feuer und singt selten gespielte Folksongs, zum Teil mit Gruselfaktor: „Die Hexe“, „An der Zeit“ und „Sag dem Teufel“. Zur rockigen „Henkersbraut“ sprintet Fish über die Bühne, der Teddy stirbt den Axt-Tod und wie „Die Ratten“ das sinkende Schiff verlassen, ist das erste Subay-to-Sally-Intermezzo in weniger als 30 Minuten beendet – schade. Doch der Spaßpegel steigt wieder, denn Russkaja zeigen mit derben Ska-Rock-Polka-Beats, wie genial Wodka und Entertainment zusammenpassen. Die Crossover-Band stammt aus Wien, doch Sänger Georgij Makazaria bittet zum Stierkampf auf Russisch: „Psycho Traktor“. Die achtköpfige Truppe hat das Publikum im Griff, es läuft zu packenden Beats im Kreis oder schaukelt im Bus über die Tundra. Ein Highlight.

Die Fahrt geht weiter mit dem furiosen Auftritt der Apokalyptischen Reiter; Sänger „Fuchs“ und Keyboarder „Dr. Pest“ scheinen Rammstein zu mögen. Dennoch überzeugt der wüste Musikmix aus Death- und Trashmetal mit Rock- und Folktupfern nicht hundertprozentig.

Endlich erklingt das „Eis-blumen“-Intro und Subway to Sally locken die Tänzer in das „schwarze Meer“. In der tobenden Menge treibt nicht nur Fish, auch so mancher Zuschauer wird zum Crowdsurfer. Zum Geburtstag beschert die Band der Fangemeinde Hit auf Hit. 90 Minuten sind dafür knapp bemessen, und so werden einige Lieder zu Medleys komprimiert. Das Konzert endet mit dem lautstark geforderten „Julia und die Räuber“. Traurigkeit kommt nicht auf: Auch 2013 wird es wieder eine „Eisheilige Nacht“ geben.

Seit 20 Jahren im Musikgeschäft: die Mittelalter-Rocker von Subway to Sally. Foto: Laube



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