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...auch bekannt als Yusuf Islam

Hippie-Ikone Cat Stevens wird 70

LONDON. Cat Stevens ist zurück. Mit seinem letzten Album „The Laughing Apple“ (2017) knüpfte er wieder an sein früheres Werk an, wenn auch unschuldiger, mit dicken Pinselstrichen und Primärfarben, wie er es in einer „TED Conversation“ beschrieb: „Sei präsent in der Welt, lächle, mach dir keine Sorgen!“ Am Samstag feiert der ewig Suchende seinen 70. Geburtstag.

veröffentlicht am 20.07.2018 um 15:47 Uhr

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens: der britische Sänger Yusuf Islam alias Cat Stevens. Foto: dpa

Autor:

Uli Hesse

Er wuchs als Steven Georgiou über dem Restaurant seiner Eltern im Londoner West End auf, mit einem griechisch-zypriotischen Vater und einer schwedischen Mutter: „Ich wurde streng religiös erzogen. Ich ging häufig in die Kirche.“

Die Beatles inspirierten den Teenager, Gitarre zu lernen und seinen ersten Song zu schreiben: „Mighty Peace“. Der Song „Matthew and Son“ seines gleichnamigen Debütalbums machte ihn 1967 als „Cat Stevens“ zum Popidol der Teenager. Der Song „The First Cut Is The Deepest“ wurde später als Cover-Version zum weltweiten Hit. Doch früh ausgebrannt, erkrankte er so schwer an Tuberkulose, dass er ein Jahr aussetzen musste und seine spirituelle Ader entdeckte.

Folk ersetzte Pop und machte ihn in den 70ern weltweit bekannt als gefühlvollen, fröhlichen, wenn auch etwas verpeilten Sänger und Songwriter – unter anderem für den Soundtrack der schwarzen Kult-Komödie „Harold und Maude“. Aus seiner Suche nach dem Sinn des Lebens entstanden Erfolgsalben wie „Tea for the Tillerman“, gefolgt von Hitparaden-Songs wie „Peace Train“ und „Moonshadow“.

Doch auf der Höhe seines Ruhms kehrte er dem Musikgeschäft und dessen „Sünde und Gier“ den Rücken und zog sich für 25 Jahre daraus zurück. Auslöser war ein lebensbedrohliches Erlebnis – er ertrank fast im Pazifik bei Malibu. „Ich verlor die Kontrolle, ich hatte keine Macht – und in dem Moment fand ich Gott wieder.“ Sein Bruder gab ihm sechs Monate später den Koran zu lesen, 1977 konvertierte er zum Islam und aus Cat Stevens wurde Yusuf Islam.

Der frühere Platin-Sänger spendete die Tantiemen für alle Lieder, die seinem neuen Glauben nicht mehr entsprachen, an muslimische Wohlfahrtsorganisation - etwa 40 Prozent seines Werkes. Für einige Jahre gab er die Musik völlig auf und setzte sich vor allem für muslimische Erziehung und den islamischen Glauben ein.

Seine allmähliche Rückkehr in die materialistische Musikwelt begann. 2003 nahm er eine neue Version von „Peace Train“ auf, 2006 kam sein Album „An Other Cup“ heraus, das erste einer Serie von vier Alben. Das letzte erschien 2017 – „The Laughing Apple“ – und zum ersten Mal seit 1978 mit dem Namen Cat Stevens auf dem Cover – neben Yusuf.



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