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Heute eine Königin: "Lady Macbeth" als Figurentheater

Von Julia Marre

Hameln. Sie ist eine der dankbarsten Nebenfiguren der Weltliteratur: Lady Macbeth. Die von Shakespeare erdachte ehrgeizige Frau des Feldherren, die von der wahnsinnig Normalen zur ganz normalen Wahnsinnigen wird. Was man daraus alles machen kann, zeigt am Mittwochabend im TAB Ulrike Andersen mit dem Figurentheater Bremerhaven. „Was man daraus alles machen kann“, wird nach der Aufführung ein Besucher bewundernd sagen. Aber so weit sind wir noch nicht…

veröffentlicht am 12.03.2009 um 14:57 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 09:41 Uhr

Ulrike Andersen als Lady Macbeth
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„Solo für eine Sehnsucht“ heißt die Aufführung, die keine Nacherzählung der Tragödie ist, sondern eine Szenencollage. So wird manches angedeutet und bloß weniges ausgeleuchtet. Warum auch nicht? Schließlich tritt Lady Macbeth nur in einigen der rund 30 Dramenszenen auf. Die Inszenierung von Frank Soehnle ist keine der großen Worte, sondern eine der Bilder. Darauf, dass vieles aus- und das meiste weggelassen wird, muss man sich einlassen. Dann ist es ein irre kreativer Theaterabend – auch wenn das fratzige Puppen- und Maskenspiel manchmal scheint wie die Ab-16-Version der „Monster AG“ mit Orgel-Soundtrack.

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