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Herr Fieguth, wie schlagfertig sind Sie als Pauker eigentlich?

Von Julia Marre

Seit mittlerweile sechs Jahren spielt Clemens Fieguth aus Viersen im Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen. Angefangen hat er mit der Triangel, weiter ging es über die Becken bis hin zur großen Trommel. Heute spielt der 17-Jährige die Pauke. Am Dienstag tut er dies auch in Hameln, denn im Konzert der Reihe „Dewezet Classics“ ist das Landesjugendorchester mit einem Programm amerikanischer Komponisten zu Gast. Beginn ist um 20 Uhr im Theater Hameln.

veröffentlicht am 29.10.2010 um 11:08 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 11:41 Uhr

kultur
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Herr Fieguth, wie schlagfertig sind Sie als Pauker?
Ähm, das ist ja mal eine Frage. Also ein Pauker trägt im Orchester viel Verantwortung – aufgrund der Lautstärke und der Prägnanz seines Instruments. Weil jeder im Publikum mitbekommt, wann der Pauker gut im Tempo ist. Aber weil eben auch sofort auffällt, wenn er das mal nicht ist. Zusammen mit dem Dirigenten hält der Pauker das Orchester zusammen. Eine gute Kommunikation der Beiden ist daher sehr wichtig.

Das ist natürlich eine große Aufgabe…
Ja, aber – auch wenn Eigenlob stinkt: Es klappt bei uns ganz gut.

Mit dem Landesjugendorchester sind Sie quasi aufgewachsen. Sie sind Mitglied, seit Sie elf Jahre alt sind. Wie kam es dazu?
Ich hatte beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ schon einige Preise gewonnen und das LJO hat neue Schlagzeuger gesucht. Dabei wurde mein Musiklehrer nach einem geeigneten Schüler gefragt. Der hat dann mich vorgeschlagen.
Gibt es auch eine Altersbeschränkung?
Ja, normalerweise hören die Mitglieder mit Beginn ihres Studiums auf. Weil sie dann aus zeitlichen Gründen nicht mehr an den Arbeitsphasen teilnehmen können. Die liegen nämlich in den Schulferien.

Sie sind neben der Schule Jungstudent an der Musikhochschule Köln. Da wird sicher eine Ausnahme gemacht, oder?
Ja. Ich nehme einmal wöchentlich Schlagzeugunterricht an der Hochschule. Der wird mir zwar nicht als Studium angerechnet, aber es wird bei einer Bewerbung für ein späteres Vollstudium anerkannt. Nebenbei gehe ich in die zwölfte Klasse, darf also noch eine Weile im Orchester mitspielen.

Sind Sie durch das Orchester auf den Geschmack gekommen und möchten beruflich später mal etwas mit Musik machen?
Ja, auf jeden Fall. Ich möchte Schlagzeug studieren und danach auch, wenn es klappt, in ein Orchester gehen. Das ist mein Ziel. Höchstwahrscheinlich wäre das ohne Orchestererfahrung ganz anders gelaufen. Aber ich habe diese ganze Phase, in der man sich in der Jugend selbstständig für Musik interessiert, im Orchester verbracht. Das prägt natürlich.

Am Dienstag stehen Copeland, Gershwin und Bernstein auf dem Programm. Gibt es etwas, das Sie lieber spielen würden?
Das momentane Programm ist schon unglaublich aufregend, besonders im Bereich Schlagzeug. Mein absoluter Traum sind aber auch die Sinfonien von Anton Bruckner und auch Gustav Mahler. Die zu spielen, wäre die Krönung für mich. Das wäre schon spitze.



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