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Das Hildesheimer TfN zeigt Shakespeares „Viel Lärm um nichts“

Helden in Hühnerkleidern

Hildesheim. Der Krieg ist nicht vorbei. Auch wenn die Waffen schweigen und Don Pedro als Sieger heimkehrt – der Krieg dauert an. Das zeigt Regisseurin Barbara Neureiter eindringlich in den ersten Minuten ihrer Inszenierung von Shakespeares gar nicht mehr so oft gespielter Komödie „Viel Lärm um nichts“ im Hildesheimer Theater für Niedersachsen.

veröffentlicht am 13.03.2012 um 15:27 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:41 Uhr

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Autor:

Ronald Meyer-Arlt
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Das Lachen in diesem Stück klingt immer eher angestrengt, und Triebfeder der Handlung ist der Hass: Don John, der Halbbruder – und Feind – des Prinzen, beginnt eine Intrige, der die schöne Hero (Joëlle Rose Benhamou) zum Opfer fällt, die mit dem Grafen Claudio verheiratet werden soll. Sie stirbt dabei – jedenfalls fast. Es ist ein alter Shakespeare-Trick: Die Dame ist ohnmächtig, wird aber für tot erklärt.

Das Stück ist älter als 400 Jahre und doch aktuell, denn es präsentiert eine traumatisierte Freizeitgesellschaft. Man kann, man soll mit dieser Komödie auch etwas von der Gegenwart erzählen. Insofern liegt Regisseurin Barbara Neureiter ganz richtig. Es wird sehr viel herumgekaspert. Besonders Christoph Götz neigt zum Slapstick und präsentiert seinen Benedikt als Witzfigur aus dem Kabarett. Beatrice (Katharina Wilberg) zeigt mehr Reife. Dass die beiden eingeschworenen Singles am Ende zusammenkommen, ist bei Shakespeare keine Überraschung – in dieser Inszenierung aber schon.

In Hildesheim wieder am 26. März, 2. und 10. April zu sehen.



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