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Musiker und Schriftsteller

Heinz Rudolf Kunze gastiert in der Lalu Traumfabrik

HAMELN. Seit rund 37 Jahren ist Heinz Rudolf Kunze als aktiver Musiker und Schriftsteller tätig. Nun kommt der Künstler mit einer musikalischen Lesung und dem Gitarristen Carsten Klatte am 19. Mai in die Lalu Traumfabrik.

veröffentlicht am 24.04.2017 um 14:40 Uhr

Heinz Rudolf Kunze liest am 19. Mai im Lalu in Hameln. Foto: dpa
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Autor

Sabrina Kleinertz Reporterin
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Viele verbinden seinen Namen sofort mit seinem Hit „Dein ist mein ganzes Herz“, der seit 1986 bis heute im Radio und in Privathaushalten ertönt. „Ich werde nicht müde zu sagen, dass ich sehr dankbar bin, da mir dieser Song viel Erfolg beschert hat“, sagt Kunze und lacht, „das Publikum hat sich an diesen Song gewöhnt und ruft heutzutage nicht mehr nach ihm, da sie davon ausgehen, dass ich ihn sowieso spiele.“ Niedergeschlagen wäre der Musiker nur, wenn man ihn ausschließlich auf diese Nummer reduzieren würde. Zu seinen Lieder und Texten würde ihn grundsätzlich alles inspirieren. „Das beginnt schon bei der Tatsache, dass ich morgens aufwache und lebe“, erklärt Kunze, der schon über 3.000 Songtexte geschrieben hat, „das kommt aus allen Ecken und Enden und landet schließlich in meinen Büchern und Texten.“

In meinem Beruf bin ich zu nichts verpflichtet. Ich muss mein Publikum nur unterhalten und wie ich das mache ist mir überlassen.

Rudolf Kunze, Künstler

Eine bestimmte Technik habe er dabei aber nicht. „Das ist vielmehr eine Frage von wacher Aufmerksamkeit und der Durchlässigkeit von dem, was um mich herum passiert.“ Aber auch die Routine und das Handwerk seien ihm seit knapp 40 Jahren hilfreich dabei, zu schreiben. „Meine Arbeit ist mein Traum und ich wünsche mir, nie daraus aufzuwachen“, beschreibt es Kunze, „für mich ist es der schönste Job.“ Dennoch startete er seine Karriere verhältnismäßig spät. „Ich habe zuerst mein Studium beendet und wollte eigentlich Germanistikprofessor werden. Als ich mit 24 Jahren begann, aktiv Musik zu machen, war das schon relativ spät“, erinnert sich der Musiker und Schriftsteller. Die Unterschiede zwischen seinen beiden heutigen Berufungen sind aber klar zu erkennen. „Primitiv gesagt muss es sich meinen Prosatexten nicht reimen; ich muss mich nicht an einen Rhythmus halten und habe eine thematisch größere Bandbreite zur Verfügung.“ Diese „Sprechtexte“, wie Kunze sie selbst nennt, würden oftmals konkret auf Politik und Zeitgeschehen eingehen und sich somit mehr an Aktualität orientieren. „In meinem Beruf bin ich zu nichts verpflichtet. Ich muss mein Publikum nur unterhalten und wie ich das mache ist mir überlassen“, so Kunze, der in Texten oftmals Dinge abarbeitet, die ihn beschäftigen, „das Schönste dabei ist dann Zustimmung und Beifall zu bekommen.“ Im Mai wird der Unterhaltungskünstler dann in der LaLu Traumfabrik aus seinem Buch „Schwebebalken“ vorlesen und vom Berliner Gitarrist Carsten Klatte begleitet. „Wenn man ein Wort zum Titel macht, dann klopft man es auf alle Bedeutungen ab“, erläutert Kunze abschließend, „für mich hat der Begriff Schwebebalken da verschiedene Bedeutungen. Zum einen erinnert es mich konkret an das Turngerät, das zu meiner Schulzeit ein Angst- und Hassobjekt erster Güte war, zum anderen bewundere ich Leute, die darauf balancieren können.

Und dann gibt es ja noch das sprichwörtliche Lügen bis sich die Balken biegen.“, illustriert Heinz Rudolf Kunze und macht somit neugierig auf seinen Auftritt.

„Schwebebalken – Tagebuchtage“ – musikalische Lesung mit Heinz Rudolf Kunze und dem Gitarristen Carsten Klatte, am Freitag, 19. Mai, um 20 Uhr in der Lalu Traumfabrik in Hameln

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