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Hamelns „arche“ wieder mal in Top-Form

Durch viele Jahre zur Tradition geworden, die Weihnachtsausstellung der Künstlergruppe "arche" in ihrer Galerie am Haspelmathturm unter dem Titel "Das kleine Format". Und "klein" wörtlich genommen, sowohl was das Format betrifft als auch die Preise. Und auch diesmal wieder mit 34 Künstlern eine beeindruckende Vielfalt unterschiedlichster Techniken und Motive - und die "arche", wie unser Berichterstatter Richard Peter schreibt, "wieder mal in Top-Form".

veröffentlicht am 02.12.2012 um 14:47 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 11:21 Uhr

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Von Richard Peter

Hameln. Alle Jahre wieder und längst lieb gewordene Tradition – Hamelner Advent, Weihnachtsmarkt und natürlich „Das kleine Format“ der „arche“ gehören einfach zusammen. Wobei das „kleine“ sich tatsächlich auf die Format-Größe bezieht, die durchaus, in anderem Sinn und Dimension „groß“ sein kann. Das „kleine“ jedenfalls, so das langjährige „arche“-Vorstands-Mitglied und ehemaliger stellvertretende Chefredakteur der hierzulande Meistgelesenen, Hans-Joachim Trippler, zwinge zu mehr Genauigkeit. Keine großen Pinselhiebe, vielmehr Konzentration auf das Wesentliche. Das könnte durchaus ein Motto dieser liebenswerten, adventlichen Präsentation sein – auch wenn sie in der Vergangenheit manchmal nur als kleine Resterampe daherkam.
 34 Künstler – mit einigen neuen Namen darunter – aber eher Ur-“arche“ als Klammer, nämlich Doppel-A von Irene und Josef Apportin bis Z doppelt wie Edda Zesin und Hans-Jürgen Zimmermann. Und, wie „arche“-Chefin Annemarie Hodges in ihrer Einführung am Freitagabend in der „arche“ zur Ausstellungseröffnung anregte, Gelegenheit für ein kleines Quiz mit sich selbst und einfach mal raten, von wem was stammen könnte.
 Überzeugend allemal, über das Künstlerische hinaus: die Preise. Kleines Format in Reinkultur. 150 Euro für ein Blatt von Irene Apportin – eine Leda mit Schwan, beispielsweise, der da stolz und zufrieden auf Ledas Schoß sitzt – einfach toll. Und auch Josef mit wunderschönen Tempera, herrlich hingezaubert – und kleine Börse für große Kunst.
 Wie so oft bei Gruppenausstellungen und erst recht bei 34 potenten Künstlern – unmöglich alles und jeden zu würdigen, so sehr sie es verdienten. Moritz Bormann zum Beispiel mit seinen „Willy Brandt“-Arbeiten, ergänzt um eine beeindruckende Skulptur des Alt-Bundeskanzlers. Dagmar Brand mit zwei, wie es heißt, Bristol-Karton geschwärzt, geschnitten, gerissen – die wie raffinierte Scherenschnitte wirken und in das so „stille, heilige Nacht“-Gezauber passen. So ein bisschen daneben – was das Weihnachtliche betrifft, aber ebenfalls reizvoll – Rainer Grimms Plexiglas-Figuren als Lichtsammler.
 „Weißt Du, wie der Himmel ist...?“, vier Täubchen im Käfig und „Frauchen“ Gisela Gührs daneben an der Mikrowelle mit Kulinarischem beschäftigt, als wäre auch das eine Installation. Bonjour Tristesse bei „Tristesse Herborn“, ein Digi-Foto von Andreas Hoppe, Bruder der soeben mit dem Büchner-Preis ausgezeichneten Schwester Felicitas, dazu Professor in Hildesheim und Tristesse sozusagen im Quadrat.
 Alke Lübs mit Porträtköpfen, die irgendwie an die Etrusker erinnern, ganz nah und doch entrückt, oder die aparten Radierungen zu Walter Benjamin von Wolfgang Raddatz. Nur mit Handschuhen zu blättern, das Künstlerbuch „L’autre coté du découpage“ von Christoph Rodde und auch die beiden Arbeiten „Storchennest“ und „Faltkäfig“ etwas ganz Besonderes. Vermutlich bräuchten die beiden Arbeiten von Sonja H. Schlüter mehr Platz – nicht nur an der Wand – um zu wirken.
 So sehr es um Kunst geht im „kleinen Format“ – es geht auch um Kaufanreiz und kleine Preise. Wer Kunst sucht, erschwingliche Kunst, findet sie hier. Ein Eldorado für Sammler und alle, die es werden wollen. Vielfalt nicht nur der Vielfalt wegen. 34 Individualisten – und die „arche“ wieder mal in Top-Form.

 4 Die Ausstellung „Das kleine Format“ der Künstlergruppe „arche“ in der Galerie am Haspelmathturm ist bis 6.Januar 2013 jeweils mittwochs 11 bis 13 Uhr, sonnabends von 10 bis 13 Uhr und sonntags von 11 bis 14 Uhr geöffnet.



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