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Grölen, Träumen und Gänsehaut bei Luxuslärm in der Sumpfblume

„Hameln, das ist Wahnsinn“

Hameln. Sie stehen dicht gedrängt. Haben ihre Handys gezückt und fokussieren schon seit Minuten die Bühne. Ungeduldig warten viele Fans darauf, Luxuslärm live erleben zu dürfen.

veröffentlicht am 28.11.2010 um 16:09 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 08:41 Uhr

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Autor:

Lukas Stock
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Zwei Stunden zuvor noch keine Spur von Fanhysterie: Die Bühnentechnik ist aufgebaut. Der 15-minütige Soundcheck beendet. Und die Band hat sich in einen Gruppenraum zurückgezogen. Es gibt Bier, Cola, Fanta und ein Steak mit Reis. Nebenbei werden letzte Lichteinstellungen getestet, ehe 650 Menschen im Saal um die besten Plätze vor der Bühne kämpfen.

Pünktlich um halb neun betreten Luxuslärm, das Quintett aus Iserlohn, die Bühne. Die Fans kennen kein Halten mehr. Auch Frontfrau Janine „Jini“ Meyer kann es kaum fassen, vor ausverkauftem Haus spielen zu dürfen: „Das ist Wahnsinn!“

Noch im August spielte Luxuslärm im Vorprogramm vor mehr als 10 000 Menschen beim Open-Air-Konzert von Pur im Bürgergarten. Ihr Auftritt und ihre Musik scheinen einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben. Denn im Publikum sind am Freitag einige Wiederholungstäter.

Stimmgewaltig und mit sehr kraftvollen Uptempo-Nummern starten die Musiker mit „Sag wie es ist!“ und „Nichts ist zu spät“. Textsicher und mit viel Elan wird mitgegrölt. Ruhiger wird’s mit einer fantastischen Akustikversion der gefühlvollen Songs „Etwas bleibt“ oder „Vergessen zu vergessen“. Zwischendurch gibt’s für die charismatische Sängerin einen Salbei-Ingwer Tee. Davor und danach sind Dave, Eugen, Henne, Jan und Jini geplättet von den positiven Reaktionen des Publikums und von der atemberaubenden Atmosphäre im Saal.

Gerührt erzählt Sängerin Jini von den Anfängen der Musiker als Coverband, die nach und nach mit eigenen Songs versucht hat, im Musikbusiness Fuß zu fassen. So wird der Song „Wirf den ersten Stein“ zur Hymne für Kritiker und für alle „Lästermäuler dieser Welt“. Und „1000 Kilometer bis zum Meer“ – jener Song, mit dem alles begann – entlockt so manchem Fan, wie viele Kilometer er auf sich nimmt, um die Band zu sehen: Von 300 bis 600 Kilometer ist im Saal alles vertreten. Zum Abschluss eine klare Botschaft: „Leb deine Träume“. So ist die Bühne zwar irgendwann leer. Luxuslärm sind verschwunden. Der Saal aber bleibt voller Menschen. Minutenlang singen sie den Refrain des Songs weiter.



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