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Final Destination 4: Einfach zu spektakulär

Grausig und fies – und zu grotesk

Die Idee hinter der „Final Destination“-Serie funktioniert ganz einfach und würde auch noch über zwanzig weitere Folgen dem Publikum einen Schrecken einjagen. Eine Gruppe von Menschen entkommt einer Katastrophe, bei der sie alle hätten sterben sollen. Ob nun ein Flugzeug explodiert, eine Massenkarambolage auf dem Highway viele Opfer fordert, eine Achterbahnfahrt ein fatales Ende findet oder wie in der neusten Auflage des Konzepts, ein spektakulärer Unfall auf einer Autorennbahn das Publikum das Leben kostet.

veröffentlicht am 04.09.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 21:41 Uhr

Rette sich, wer kann: Nick (Bobby Campo) mit Lori (Shantel Vansa

Autor:

Niklas Thoma
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Einer der Gruppe hat eine Vorahnung und sieht das grausige Geschehen in all seinen brutalen Einzelheiten. Dann bringt er einige Menschen dazu, das Flugzeug, die Achterbahn, den Highway oder das Stadion zu verlassen.

Doch der Tod lässt sich seine Opfer nicht so einfach abluchsen. Er holt einen nach dem anderen zu sich.

Das Vorspiel der großen Katastrophe, die in diesem Streifen zu grotesk gestaltet ist, um einen bleibenden Schrecken zu hinterlassen, ist nur Auftakt für viele kleine grausame Episoden. Bis alle tot sind. Dass der diesmal vorahnende Nick und seine Freunde versuchen die Todesfälle abzuwenden, indem sie die Reihenfolge unterbrechen, ist nur aus dramaturgischen Gründen eingebaut. Schließlich wird es langweilig, ohne einen Wettlauf gegen die Zeit einen nach dem andern zu metzeln oder sonst irgendwie um die Ecke zu bringen.

Während der erste Teil noch den genialen Effekt hatte, dass anschließend jeder alltägliche und noch so harmlos aussehende Gegenstand aussah wie ein potenzielles Todeswerkzeug und eine flackernde Glühbirne Todesangst auslöste, ist der vierte Teil der Serie nur ein effektiver Splatter-Film. Grausig und fies. Dass der vierte Teil diese Gruselschauer auf dem Rücken nicht verweilen lassen mag, liegt vielleicht daran, dass die Todesursachen einfach zu spektakulär angelegt sind. Dagegen kamen einem ein kurzgeschlossener Toaster, eine rutschige Dusche oder der eigene Gasherd – noch Wochen später äußerst suspekt vor.

„Final Destination 4“ läuft im Hamelner Maxx-Kino am Bahnhofsplatz täglich um 18 und 20.30 Uhr, heute auch um 23 Uhr.



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