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Das Theater Fata Morgana zeigte für Kinder Ulrich Hubs Komödie „An der Arche um acht“ im TAB

Gott ist kein Pinguin – und die Inszenierung recht lieblos

Hameln. „An der Arche um acht“ – das klingt ein bisschen nach Schwejks „Um sechs nach dem Krieg“, wo der „brave Soldat“ sich in seiner Prager Stammkneipe verabredet. Es ist öde und langweilig in der Arktis – rundherum nur Schnee und Eis – und ein Kühlschrank, wenn auch mehr Schrank als kühl. Denn kalt ist es auch so. Das muss ein genialer Vertreter gewesen sein, der ihn hier verkaufen konnte. Dann noch an drei Pinguine. Die streiten sich, weil sie sonst nichts zu tun haben. Aus Langeweile philosophieren sie sogar über Gott – und ob es ihn überhaupt gibt und ob er wirklich alles weiß und nachtragend ist. Und mittenrein platzt eine weiße Taube und kündigt die Sintflut an und dass zwei Pinguine um acht am Start sein sollen, weil es sonst aus ist mit den kleinen Frackträgern.

veröffentlicht am 10.03.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 10:21 Uhr

„Die Sintflut kommt“, sagt die Taube. Die Pinguine s

Autor:

Richard Peter
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Dumm gelaufen, denn was machen die drei, wenn nur zwei mitgenommen werden? Klar doch, der dritte wird auf Noahs Arche geschmuggelt. Im Kühlschrank. Im Bauch des Schiffes gelandet, geht es ziemlich turbulent zu, weil die weiße Taube alle naselang auftaucht, bis sie merkt, dass ein blinder Passagier an Bord ist, auch wenn der sich erfolgreich als Gott ausgibt. Aber was die Pinguine zu viel sind, ist die Taube zu wenig. Denn die hat ihre bessere Hälfte einfach vergessen.

Im Grunde eine hübsche Geschichte – aber wer als Fata Morgana unterwegs ist, sollte mehr Fantasie auf die Bretter bringen. Das gelingt nämlich mit einfachsten Mitteln. Aber manches in dieser Inszenierung ist einfach lieblos, wie der Übergang von Arktis zur Arche – aber auch sonst fehlt es oft am richtigen Timing, werden Szenen ziemlich unprofessionell abgespult.

Dabei könnten die Darsteller mit Andrea Daubner, Karl-Heinz Ahlers, Thomas Esser als Taube und Hartmut Fiegen sicher mehr auf die Bretter stellen, als ihnen die Regie von Thomas Klees zutraut und abverlangt. Eigentlich schade, weil die Kleinen, für die das Stück nun im TAB im Theater Hameln gespielt wurde, ein so dankbares Pu-blikum sind.

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