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Felicitas Hoppe freut sich über Preis

Gleich ihr erstes Kinderbuch ist ein Erfolg

Von Julia Marre

veröffentlicht am 28.04.2010 um 17:06 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 01:21 Uhr

Ist auch als Poetikdozentin und Gastprofessorin tätig: Felicitas
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Hameln. Eine aus Hameln stammende Schriftstellerin wurde mit dem Rattenfänger-Literaturpreis noch nicht ausgezeichnet. Bis jetzt. Denn Felicitas Hoppe, 1960 in der Rattenfängerstadt geboren und ehemalige Schülerin des Viktoria-Luise-Gymnasiums, erhält am Freitag, 26. November, in einer Feierstunde den mit 5000 Euro dotierten Preis. Das gab das Kulturbüro der Stadt Hameln gestern bekannt. Gewürdigt wird damit ihre im S. Fischer Verlag erschienene Erzählung „Iwein Löwenritter“. Das Kinderbuch basiert auf Hartmann von Aues Versepos aus dem Mittelalter.

Fasziniert hat die Jury an diesem Werk besonders, dass Hoppe mit anspruchsvoller, poetischer und verständlicher Sprache ein „Meisterwerk der phantastischen Kinderliteratur“ geschaffen habe: „in seinen Schilderungen packend, farbig und geheimnisvoll, in seinem Erzählton sachkundig, engagiert und mit ausgeprägtem Humor“, heißt es in der Begründung. In diesem Jahr waren 307 Bücher für den Rattenfänger-Literaturpreis eingereicht worden – so viele wie nie zuvor. „Iwein Löwenritter“ wurde einstimmig ausgewählt. Die Entscheidung sei leichtgefallen, verrät der Jury-Vorsitzende Professor Bernhard Rank: „Felicitas Hoppes Buch hat dermaßen aus dem Durchschnitt herausgeragt, dass wir daher nicht lange diskutieren mussten.“ Mehr Beratungsbedarf habe bei der Auswahlliste bestanden, die ein Dutzend Bücher ideell auszeichnet. „Hier haben wir uns um eine vielfältige Auswahl bemüht und dennoch wären auch noch andere Bücher infrage gekommen“, so Rank.

Felicitas Hoppe hat während ihres derzeitigen Aufenthalts in Washington von der Entscheidung erfahren. „Früh morgens klingelte das Telefon und es meldete sich das Hamelner Kulturamt“, erzählt die Schriftstellerin. Über die Wahl der Jury habe sie sich sehr gefreut. „Was Schöneres kann einem gar nicht passieren“, sagte sie gestern gegenüber unserer Zeitung. Felicitas Hoppe lebt in Berlin als freie Schriftstellerin. Sie studierte in Tübingen, den USA, in Rom und Berlin. 1996 erschien ihr Debüt „Picknick der Friseure“, drei Jahre später das Weltreisebuch „Pigafetta“ und zuletzt der Essayband „Sieben Schätze“. Darüber hinaus veröffentlichte sie Koproduktionen mit bildenden Künstlern.

Lesen Sie in unserer morgigen Ausgabe das Interview mit der Preisträgerin.

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