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Für Stephanie Fuhrmann ist ihr Blog mehr als eine Verkaufsplattform

Geschäft und Privatleben sind verzahnt

Hameln. Es bloggt an allen Internetecken und -enden. Aber Hand aufs Herz: Wer weiß eigentlich genau, was ein Blog ist? Und was einen guten Blog ausmacht? Wir stellen in loser Folge Bloggerinnen aus dem Weserbergland vor, die von ihren Erfahrungen berichten. Zum Beispiel Stephanie Fuhrmann. Kreativ war sie schon immer. Und wie das bei vielen Frauen so ist, kam ein neuer großer Bastelschub mit der Geburt ihrer Kinder. Sie war auf der Suche nach Bastel-Input, als sie im Internet auf „Stampin up!“ stieß. Der amerikanische Hersteller von Motivstempeln, Stanzern, Stempelkissen, Karten- und Scrapbook-Zubehör funktioniert nach dem Tupperparty-Prinzip: Man kann die Sachen nicht einfach im Laden kaufen, sondern wird eingeladen zu sogenannten Stempelpartys, bei denen eine Demonstratorin vorführt, wie man die Produkte einsetzen kann.

veröffentlicht am 02.08.2015 um 17:32 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

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Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
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Inzwischen ist Stephanie nicht nur selbst Demonstratorin, sondern betreibt auch ihren eigenen Blog, auf dem sie ihre Produkte vorstellt. Und zwar sehr regelmäßig. Denn die Follower haben eine Erwartungshaltung, sagt Stephanie Fuhrmann. Oft werde sogar zu bestimmten Zeiten in der Woche geschaut, ob neue Produkte online sind. Also versucht sie, die Zeiten einzuhalten.

„Die Kommunikation mit der Gemeinschaft ist wichtig“, sagt sie. Ansprechbar sein, auf Kommentare antworten und sogar den Urlaub anzukündigen gehöre dazu. Macht man Letzteres nicht kann es passieren, dass nach dem Urlaub ein Teil der Follower abgesprungen ist.

Zusätzlich zu ihrem eigenen Blog ist Stephanie Fuhrmann auf Facebook und Pinterest unterwegs. Das ergibt sich zwangsläufig – je größer die Reichweite, desto größer der Erfolg. Eher ein Nebeneffekt sei es zunächst gewesen, dass sich im Laufe der Zeit Freundschaften gebildet haben.

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  • In ihrem Blog stellt Stephanie Fuhrmann regelmäßig neue Produkte vor. pr

„Am Anfang war ich zurückhaltender“, sagt Stephanie Fuhrmann, aber mit der Zeit wurden ihre Kommentare privater. „Die Leute wollen nicht nur kaufen, sondern sich auch austauschen.“ Kunden, die in der Nähe wohnen, kämen sogar gerne selbst vorbei, um ihre Bestellungen abzuholen. In gewisser Weise vollzieht sich beim Bloggen teilweise also das, was dem anonymen Online-Shop im Gegensatz zum Händler vor der Haustür abgesprochen wird: Der persönliche Kontakt, verbunden mit kompetenter Beratung, bestätigt Fuhrmann.

Dass Geschäft und Privatleben so eng miteinander verzahnt sind, stört die Hamelnerin nicht. Im Gegenteil, seit eineinhalb Jahren würden die Kontakte immer enger, und es sind viele Freundschaften mit anderen Müttern entstanden.

Allerdings sei der Blog im Moment auch nicht mehr als ein Zubrot. Stampin up läuft nebenbei, leben kann Stephanie Fuhrmann, die eigentlich Lektorin ist, davon nicht.

Für die Erstellung des Blogs sei ihr Beruf schon eine Hilfe gewesen – in vielen Bereichen weiß sie, worauf es ankommt: Der Blog sollte übersichtlich sein, nicht zu überladen und er sollte gute Bilder haben. Wichtig sei es zu wissen, worum es bei dem Blog eigentlich geht und wer die Zielgruppe sein soll. Die Länge der Texte variiert bei Fuhrmann. „Ich habe eine Funktion zum Weiterleiten, auf der Seite reiße ich die Texte meist nur an“, sagt sie, und: „Wichtig sind die Überschriften.“ Dazu kommen Stil und Rechtschreibung. Beides muss absolut stimmen, „das ist bei mir eine Berufskrankheit“.



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