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Die Jugendphilharmonie Hameln und einer ihrer bisher besten Musikabende im Schiller-Forum

Gern hätte das Konzert länger dauern können

Hameln. Zwei Mal im Jahr präsentiert die Jugendphilharmonie Hameln e.V. Konzerte mit besonders begabten Kindern und Jugendlichen, von denen die meisten am „Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter“ (IFF) in Hannover ausgebildet werden. Einige von ihnen zählen zu den Preisträgern beim Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ und spielen bereits seit Jahren in Hameln vor: Dazu zählen die 14-jährige Elisabeth Brauß, die mehrfach den Internationalen Grotrian Steinway Klavier-Wettbewerb in Braunschweig gewonnen hat und zu den begabtesten Pianistinnen ihrer Altersklasse zählt, Alexander Haupt (14) und die erst 12 Jahre alte Chinesin Meng Sun.

veröffentlicht am 09.03.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 10:21 Uhr

Elisabeth Brauß und Jakob Encke spielten die Sonate für Violine

Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Mit kindlich-ernstem Charme erfreut

Das Konzert im Forum des Schiller-Gymnasiums zählte zum Besten, was die Jugendphilharmonie bisher geboten hat: Vor der Pause waren es die jüngsten der bei der Musikpädagogin Elena Levit ausgebildeten Kinder, die mit kleinen Solostücken und kindlich-ernstem Charme das Publikum erfreuten. Den Abschluss präsentierte als ersten Höhepunkt des Abends Elisabeth Brauß mit den ABEGG-Variationen von Schumann – hinreißend gespielt.

Im zweiten lieferten Alexander Haupt, Meng Sun und die 15-jährige Helen H. Wu Beweise ihrer künstlerischen Entwicklung mit Etüden von Chopin. Gern hätten die Zuschauer mehr von ihnen gehört. Doch waren die tragenden Stücke des Abends dem Duo Brauß und Jakob Encke mit der Sonate für Violine und Klavier a-moll von Robert Schumann sowie dem international bekannten Pianisten Igor Levit mit den von Franz List komponierten Reminiscences über Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart vorbehalten. Brauß und Encke spielten ihre Sonate mit der von Schumann vorgegebenen Leidenschaftlichkeit technisch sauber und mit viel musikalischem Ausdruck. Erstaunlich, welche Reife Encke neben der souveränen Elisabeth Brauß mit der Violine zeigt. Hervorragend die Abstimmung zwischen den beiden.

Den Abschluss bildete ein heftig beklatschter Auftritt von Igor Levit, der längst über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist und die Konzerte der Jugendphilharmonie gern nutzt, um neu erarbeitete Stücke vor Publikum zu spielen. Die Reminiscences von Liszt, ein höchst anspruchsvolles Werk, wird er im Sommer beim Braunschweig Classix Festival präsentieren, wo er für vier Konzerte gebucht wurde. Der Konzertabend hätte gern länger dauern können.

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