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Der Förderverein widmet die Auszeichnung in Form eines goldenen Bühnenbohrers dem Technischen Leiter der Bühne

Gerhard Wiesner erhält ersten Hamelner Theaterpreis

Von Ernst August Wolf

veröffentlicht am 12.04.2010 um 18:48 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 02:21 Uhr

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Hameln. Schon des Öfteren war die Idee, einen Theaterpreis zu verleihen, in den Reihen der Theaterfreunde diskutiert worden. Jetzt endlich hat der Preis seine Premiere. Norbert Esser, der Vorsitzende des Fördervereins, konnte anlässlich der Mitgliederversammlung den ersten Preisträger der Auszeichnung bekannt geben. Mit über 70 Prozent der Stimmen setzte sich der Technische Leiter des Hamelner Theaters, Gerhard Wiesner, gegen die beiden anderen Kandidaten durch: den Dirigenten und Generalmusikdirektor Werner Seitzer sowie die beliebte Hamelner Schauspielerin und Entertainerin Traute Römisch.

„Alle drei haben, jeder in seinem Metier, zweifellos große Verdienste um unser Theater“, so Theaterdirektorin Dorothee Starke. Norbert Esser lobte Seitzer als „großen Dirigenten und exzellenten Moderator so manches Neujahrskonzertes“. Dorothee Starke stellte Traute Römischs Verdienste heraus, die die Hamelner nicht nur mit 100-mal „Sex… aber mit Vergnügen“ blendend unterhalten hätte, sondern derzeit auch eine Reihe neuer Stücke präsentiert. Starke: „Traute Römisch ist überaus beliebt.“

Mit Gerhard Wiesner, der im November in den Ruhestand treten wird, wird jedoch kein Künstler ausgezeichnet, sondern jemand, der den Schauspielern ihr Handwerk überhaupt erst ermöglicht. „Eine schwierige Aufgabe, denn der technische Leiter einer Gastspielbühne muss nicht nur die rund 130 Aufführungen pro Jahr einwandfrei über die Bühne bringen, über ein großes Organisationstalent verfügen und auch improvisieren können. Sondern er muss auch zu den Künstlern aus aller Herren Ländern schnell einen guten Kontakt finden“, erklärte Starke. Mit dem Theaterpreis werde Gerhard Wiesners langjährige Tätigkeit für das Theater Hameln geehrt.

„Diese Auszeichnung ist rein ideeller Natur“, sagte Norbert Esser. Statt eines Geldbetrages bekommt der Geehrte einen „Bühnenbohrer in Gold“. „Das ist für einen Technischen Leiter ein unentbehrliches, ganz typisches Werkzeug“, so Esser. Und ein Preis mit Symbolcharakter. Schließlich wolle und werde man trotz drohender Kürzungen infolge der öffentlichen Rotstiftpolitik im Theater Hameln auch weiterhin dicke Bretter bohren.

Gerhard Wiesner, der von Norbert Esser bereits über seine Auszeichnung informiert wurde, freut sich auf die Verleihung. „Jetzt bin ich quasi der erste Oscarpreisträger von Hameln“, sagte Wiesner gegenüber unserer Zeitung. Überreicht werden soll der Preis „zu Beginn einer Theatervorstellung auf der Bühne“, wie Norbert Esser erklärte. Nach einem passenden Termin wird zurzeit noch gesucht.

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