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Gefühlvolles Schauspiel glänzt im Theater: "Rückzug aus Moskau"

Von Julia Marre

Hameln. Obwohl sich zwischen Leselampe und Teeservice auf der Bühne des Theaters Hameln am Dienstagabend offensichtlich gar nicht allzu viel ereignet, ist das Schauspiel "Rückzug aus Moskau", das die Hamburger Kammerspiele zeigen, von Anfang bis Ende spannend und bewegend. Wie das? Es thematisiert das Auseinanderbrechen einer 33 Jahre alten Ehe. Mit der anstehenden Scheidung werden Gefühle und Gewohnheiten begraben. Während zwischen Weitermachen und Neuanfangen ein Machtkampf ansteht.

veröffentlicht am 18.03.2009 um 16:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 09:21 Uhr

"Rückzug aus Moskau"
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Durchweg unvorhersehbar ist die Inszenierung von Adelheid Müther.  Die moderne Familien- und Ehegeschichte rund um Vater, Mutter, Scheidungskind von William Nicholson – der Brite schrieb unter anderem die Drehbücher für die Kinoerfolge „Gladiator“ oder „Nell“ – funktioniert dank fein geschliffener Charaktere, die in der realitätsnahen Szenerie erfreulich echt wirken. Tatja Seibt haucht der gekränkten Alice zwischen Gedichten und Glauben eine erfrischende Mischung an Besserwisserei und Schwäche ein. Joachim Bliese überzeugt in der Rolle des Edward. Und Ulrich Bähnk gibt in der Rolle des Sohnes Jamie die betroffene Zerrissenheit in Person - bis er mit seinem hochemotionalen Schlussmonolog einen stimmigen und sehr gefühlvollen Theaterabend beendet.



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