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Musik-Duo Borris Bornhof und Johannes Emmel begeistert seit vielen Jahren

Gebrauchslyrik und gute Resonanzen

AERZEN. Geht es um die musikalische Umsetzung von Texten von Wilhelm Busch oder Kurt Tucholsky, um Vorlagen von Erich Kästner oder Hanns Dieter Hüsch, dann führt im Landkreis kein Weg an ihnen vorbei. Borris Bornhof, ehemaliger Lehrer an drei Schulen in Hameln, und der Steuerberater Johannes Emmel, präsentieren in regelmäßigen Abständen in Programmen wie „Tucho for two“ oder „Locker vom Hocker“ Gebrauchslyrik zum Zuhören. Am Freitag (5. April) treten sie in der Domänenburg auf.

veröffentlicht am 02.04.2019 um 14:19 Uhr
aktualisiert am 02.04.2019 um 18:10 Uhr

Möglichst unplugged begeistern die beiden ihr Publikum mit Songs von kabarettistischem Unterhaltungswert. Foto: eaw
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Autor

Ernst August Wolf Reporter
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„Wir sind keine Liedermacher, sondern Liedersänger und Melodienmacher, die sich die vorgegebenen Texte und Lyrik zurechtsingen“, erklärt der 77-jährige Borris. „Die meisten Texte kommen aus meiner umfangreichen Liedersammlung.“ Jeden Donnerstag ist „Muckertreffen“ mit seinem 66-jährigen Freund Johannes, dann sichten die beiden das Material, probieren und wählen aus.

Seit 1972 hat sich Borris der Musik verschrieben. Von den „sieben Jahren des Zorns“, in denen er sich in diversen Formationen mit Folk, Blues, Swing und kritischen Polit- und Popsongs beschäftigte, führte der Weg dann über ein Trio unter anderem zu platt- und altdeutschen Weihnachts- und Jahreszeitenliedern, bei denen Johannes Emmel schon als Gitarrist mitwirkte. „In einer dritten Phase, die bis heute andauert, sind wir beide locker vom Hocker als Duo unterwegs.“ Möglichst unplugged, unverstärkt, begeistern die beiden dann ihr Publikum mit Songs von kabarettistischem Unterhaltungswert.

Ihr Erfolgsrezept: „Wenn man die jedem bekannten Texten etwa von Wilhelm Busch etwas Blues verpasst, dann hat das eine ganz andere, völlig neue und mitreißende Wirkung“, erklärt Borris Bornhof. „Unser Publikum sind Leute, die gerne zuhören, anspruchsvolle Texte in neuer Bearbeitung kennenlernen wollen und die ein gewisses kulturelles Niveau mitbringen“, stellt Bornhof klar. „Und wir empfinden uns als bewussten Gegensatz zur mitunter sehr beliebigen Comedy-Szene.“

In der Aerzener Domänenburg gehören die beiden mittlerweile zu den stark nachgefragten Stammgästen. Aber auch in Hameln haben sie sich an Orten wie der Buchhandlung Matthias oder dem Lalu im Hefehof mit Programmen wie ihrem Tucholsky-Abend „Theobald Tiger“ bei ihren Live-Auftritten ein Stammpublikum erarbeitet.

„Das neue Programm, das wir am 5. April in Aerzen vorstellen, ist ein Mischprogramm, den wir den Titel ,Resonanzen‘ gegeben haben“, kündigt Bornhof an. „Kästner, Tucholsky, Busch und Hüsch geben uns die Textgrundlagen, die wir dann in Gitarrenspiel und Gesang umgesetzt haben.“ An ein Aufhören denken die beiden nicht. Im Gegenteil. „Unsere Programme stehen natürlich, solange es uns gibt und die Gesundheit mitmacht, allen regionalen Veranstaltern zur Verfügung“, so Bornhof.

Er selber möchte sich vor allem an Gedichten aus der Romantik und dem 19. Jahrhundert abarbeiten. „Mein „Liederleben“, das sind Eichendorff, Fontane, Storm und vor allem Hermann Hesse. Jahreskreis- und Reiselieder.“ „Ich hoffe, dass ich das mit meinen Musikerfreuden zusammen realisieren kann.“

  • „Resonanzen“: Konzert mit Borris Bornhof und Johannes Emmel am Freitag, 5. April, um 19.30 Uhr in der Domänenburg Aerzen.


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