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Die Ausstellung „Abstraktion/Reduktion“ in der Galerie Lortzing Art

Ganz nach der Natur

Hannover. Scharfe Schraffuren, feine Linien, klare Kanten – das zeigt eine Ausstellung mit dem Titel „Abstraktion/Reduktion“, die derzeit in der hannoverschen Galerie Lortzing Art zu sehen ist. Sie präsentiert insgesamt 70 Werke von vier Berliner Künstlern, die, einigen Gemeinsamkeiten zum Trotz, vor allem Unterschiede aufweisen.

veröffentlicht am 02.04.2015 um 16:15 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:38 Uhr

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Autor:

Daniel Alexander Schacht
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Der Autodidakt Jürgen Kehlig füllt seine teils großflächigen Zeichnungen mal mit Strichen, mal mit Kreisen, mal mit Netzstrukturen oder Quadraten, die teils zu Haufen zusammengeschoben zu sein scheinen und folglich auch „Cluster“, „Gewebe“ oder „Vernetzungen“ heißen. Die drei Frauen, die mit Kehlig die Künstlergruppe „connex_berlin“ bilden, verwenden dagegen außer dem Zeichenstift auch Pinsel und Fotografie sowie vorgefundene Materialien. Annette Polzer zeigt auf ihren inszenierten Fotografien Textil- oder Pflanzenlinien in Makrovergrößerung und entsprechend flacher Schärfe, Siegrid Müller-Holtz fügt Wellpappe, Einkaufstüten oder Büroklammern zu Collagen in kräftigen Farben zusammen.

Die subtilsten Arbeiten dieses Quartetts stammen von der gelernten Kunsterzieherin Jutta Barth. Auf den ersten Blick arbeitet auch sie, wie ihre Kollegen, nichtgegenständlich, doch bei näherem Hinsehen erweist sich, dass ihre Netzmuster gegenständliche Elemente enthalten. Dabei handelt es sich um Gewebeteile von Hortensien, Disteln, Physalis, um Silbertaler oder Klatschmohnkapseldeckel, die diese Künstlerin in handgeschöpftes Büttenpapier einarbeitet. Bei ihren Zeichnungen nimmt sie die Proportionen der Naturvorlagen auf und entwickelt sie weiter.

Abstraktion? Jutta Barths Arbeiten sind allenfalls so abstrakt wie die Natur. Sie nimmt darin die Schönheit naturgesetzlichen Ebenmaßes auf, das sich bekanntlich gleichermaßen regelgemäß und chaotisch entwickelt. Eine Freude also für Freunde von Pflanzen, Kunst und Chaostheorie zugleich.

Die Ausstellung „Abstraktion/Reduktion“ ist noch bis zum 19. April in der Galerie Lortzing Art in Hannover, Lortzingstraße 1, zu sehen. Öffnungszeiten: mittwochs und freitags von 16 bis 19, sonntags von 12 bis 15 Uhr.



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