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Ganz großes Kino? Filmfestspiele in Cannes in Zeiten der Krise

Von Stefan Stosch

Cannes. In diesem Jahr steht der Festivalgänger am Mittelmeer und vergleicht. Schaukeln weniger Jachten als in den Vorjahren in der Bucht von Cannes? Ist auf dem Prachtboulevard La Croisette weniger Gedränge? Hängen weniger Kinoplakate als sonst an den Nobelhotels?

veröffentlicht am 14.05.2009 um 18:37 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 04:21 Uhr

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Für das wichtigste Filmfestival der Welt wird es allerdings nicht einfach, sich in der Krise zu behaupten. Vom angeschlossenen Filmmarkt dringt ein dunkles Grummeln. Die Millionen sitzen den globalen Rechtehändlern nicht mehr so locker. Ist das Programm so gut, dass ein kleinerer Glamourfaktor zu verkraften ist? Das Festival mit seinen 20 Wettbewerbskandidaten ist noch immer ein Seismograf für den Zustand des Weltkinos. Es dominieren die Veteranen. Allerdings die mit den klangvollsten Namen. Gleich vier Palmengewinner treten an: die Neuseeländerin Jane Campion („Das Piano“, 1993), der Brite Ken Loach („The Wind that Shakes the Barley“, 2006), der Däne Lars von Trier („Dancer in the Dark“, 2000) und der Amerikaner Quentin Tarantino („Pulp Fiction“, 1994). Dazu gesellt sich Pedro Almodóvar, der für seinen Liebesfilm „Zerrissene Umarmungen“ Penélope Cruz mitbringt.

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