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Im fünften Konzert der Musikwochen Weserbergland steht intime Hausmusik für Hammerklavier und Sopran auf dem Programm

Freundlich anhaltender Beifall für „Ariadne auf Naxos“ in Ottenstein

Ottenstein. An wen denkt der Musikfreund beim Titel „Ariadne auf Naxos“ zunächst? An Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal natürlich! Oder an Claudio Monteverdi, den Stammvater der Oper und seine „Arianna“, von der nur das Lamento erhalten ist. Dass sich auch Joseph Haydn mit dem antiken Stoff beschäftigte, ist hingegen weitgehend unbekannt. Die Sopranistin Heidrun Blase-Krieger und Gerrit Zitterbart am Hammerklavier stellten nun die vor allem aus historischer Sicht interessante Kantate in den Mittelpunkt eines Liederabends, dessen Themenschwerpunkt aber eher allgemein in den Kapiteln Liebe und Sehnsucht zu finden ist.

veröffentlicht am 04.06.2012 um 18:31 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:21 Uhr

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Autor:

Karla Langehein
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Aus diesem für Dichter und Komponisten gleichermaßen unerschöpflichen Born fanden sich im Programm neben der Kantate jeweils drei Lieder von Haydn, Mozart und Schubert sowie Beethovens Versuche über Goethes „Nur wer die Sehnsucht kennt“.

Heidrun Blase-Krieger gestaltete sie mit ihrer in der Höhe durchgehend stark und in der Tiefe bemerkenswert transparent klingenden Stimme, im Ausdruck unterstrichen von Mimik und Gestik. Letzteres ersetzte ein wenig den eigentlich notwendigen Abdruck der Liedtexte. In einem der Lieder wurde sie nicht nur am Flügel von Gerrit Zitterbart, sondern auch rezitierend von ihrem Ehemann Rudolf Krieger unterstützt. Er kürzte Haydns skurrile 20-strophige Geschichte vom „klugen und diensteifrigen Pudel“ auf ein gescheites Maß zusammen und präsentierte später gemeinsam mit Zitterbart eine weitere Seltenheit: Schuberts Melodram „Abschied von der Erde“.

Gerrit Zitterbart ist seit vielen Jahren wegen seiner Konzentration auf das historische Hammerklavier und die ihm adäquaten Kompositionen bekannt. Sein Klavierabend in Bodenwerders Kirche ist den Musikwochen-Freunden sicher noch gut erinnerbar. Jetzt trat er in Ottensteins schöner Liebfrauen-Kirche mit Mozarts (der großen c-Moll-Sonate vorangestellten) Fantasie KV 475 und Beethovens Rondo G-Dur op. 51,2 solistisch in Erscheinung. Am Ende: freundlich anhaltender Beifall auch für dieses fünfte Konzert der Musikwochen Weserbergland.

Das nächste Konzert: am Sonntag, 10. Juni, mit Haydns „Harmonie-Messe“ um 17 Uhr in Kemnade.



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