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Mando Diao bringen mit ihrer „Give me Fire“-Tour die AWD-Hall zum Beben

Feuer frei für die schwedischen Brandstifter

Hannover. Der Funke der „Give-Me-Fire“-Tour sprang an diesem Abend schnell über: Schon nach dem Opener „Blue Lining, White Trenchcoat“ brachen bei den beiden Lead-Sängern und Gitarristen Gustaf Norén und Björn Dixgård der Schweiß und bei den 4500 Fans die Begeisterung aus: Die fast ausverkaufte AWD-Hall bebte unter den zum Indie-Rock tanzenden Füßen der Gäste.

veröffentlicht am 22.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:41 Uhr

Eingängige Riffs, schrammelige Gitarren und zwei Sänger: Gustaf
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Dabei flackerte beim Soundcheck am Nachmittag nur ein kleines Mando-Diao-Flämmchen: 30 geladene Fans sahen einen angeschlagenen Lead-Sänger Björn, der die meisten Songs dann doch von Gustaf singen ließ. Am Abend standen aber beide zusammen vor dem mit metallischen Blumen verzierten Doppelmikro und sangen ihre Parts mit enormer Energie. Die früheren Hits „Lady“ und „Long before Rock’n’Roll“ waren die Kracher der ersten Halbzeit.

Ihrem Tour-Motto blieben die Köpfe der schwedischen Band auch während ihres kurzen Akustik-Ausflugs treu: Auf einer kleinen Bühne im Innenraum stehend, sangen sie langsamere Nummern, die vor allem die Herzen der weiblichen Fans erwärmten. Und zu „Gold“ qualmte Gustaf zwar nicht der Kopf, wohl doch aber eine Zigarre. Feuer unterm Hintern machten die Schweden den Fans im zweiten Teil auf der Hauptbühne mit „Give me Fire“. Immer wieder ermunterten sie das Publikum zum Tanzen – wie heiß es im Saal war, war an den nackten Oberkörpern der Musiker abzulesen.

Vielleicht lag es auch daran, dass sie im Kontrast zu den Bond-Girls stehen wollten – die flimmerten nämlich zum Superhit „Gloria“ über die Leinwand. Die einzige Schwäche der fünf Jungs waren an diesem Abend in der AWD-Hall übrigens die Frauen: Zwei Background-Sängerinnen, die sich zu jedem Song in ihren kurzen Lederkleidern rekelten, passten so wenig zur Band und ihrer Musik wie der Papst ins Freudenhaus. Zwar nicht zum Freuden-, wohl aber zum Tollhaus wurde die AWD-Hall mit den Zugaben, darunter „Dance with Somebody“ – die brachten ein explosives Ende mit sich: Es knallten aus den Kanonen keine Kugeln, dafür Glitter auf die Fans. Und die sind jetzt auf ewig Feuer und Flamme für Mando Diao.

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