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Musikalisches Loblied auf Felix Mendelssohn Bartholdy im Münster

Festkonzert begeistert restlos

Von Andrea Gerstenberger

veröffentlicht am 04.02.2009 um 17:24 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 12:21 Uhr

In perfektem Zusammenspiel: das Blockflöten-Consort. Foto: ag
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Hameln. „Nun höret alle, alle her…“ Mit diesem Zitat aus einem Brief des 12-jährigen Felix Mendelsohn Bartholdy, eröffnete Irmgard Langhorst am Dienstagabend die Feier zum 200. Geburtstag des Komponisten im Hamelner Münster St. Bonifatius. Und so überschäumend, wie der junge Felix mit diesen Worten seinen Eltern von seinem Besuch bei Goethe in Weimar berichtete, so begeisternd war auch das gut besuchte Festkonzert an seinem Ehrentag.

Nach dem Professor Hermann Schemmel aus Heidelberg erst mit dem sanften Andante und danach mit den Fanfarenklängen des Allegro maestoso aus der „Sonate V Op.65“ den Schöpfer dieses Werkes mit seinem ausdrucksstarken Spiel passend würdigte, begann Marianne Rabach aus Hannover mit ihren Ausführungen über Mendelssohn Bartholdy. Über das Konzert verteilt erzählte sie aus dem bewegten Leben des in Hamburg geborenen Felix, der schon in seiner Jugend ein begnadeter Komponist und Klavierspieler war, was ihm auch die Einladung bei Goethe verschaffte. Später dann war das Multitalent, das nicht nur komponierte und dirigierte, sondern auch Orgel, Klavier und Violine spielte und zeichnete, Leiter der Leipziger Gewandhauskonzerte und gründete mit dem Konservatorium Leipzig die erste Musikhochschule Deutschlands.

Ein musikalisches Loblied auf den Jubilar sang das Blockflöten-Consort unter der Leitung von Irmgard Langhorst, die für die Gesamtleitung des Konzertes verantwortlich war, mit dem „42. Psalm Op. 42, 1. Coro“. Wunderbar polyphon gespielt, herrliche Harmonien, die Melodie mehrstimmig von zehn ganz unterschiedlichen Blockflöten im perfekten Zusammenspiel – der instrumentale Höhepunkt des Abends.

Mit enormer

Ausstrahlung

Im Mittelpunkt des zweiten Teils dann der weltliche Mendelssohn. Im Kapitelsaal sangen die Sopranistin Dorothee Hertrich und der Mezzosopran Imke Albrecht, am Klavier begleitet von Ana Bonaque, romantische Lieder und ernteten großen Applaus. Ob Heinrich Heines Text „Ich wollt, meine Lieb ergösse sich“ oder Hoffmann von Fallerslebens „Maiglöckchen und die Blümelein“, die jungen Hamelnerinnen begeisterten restlos stimmlich und mit enormer Ausstrahlung, an der das Geburtstagskind sicher seine Freude gehabt hätte.



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